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Stadt soll Güldenhaus-Quartier kaufen und bezahlbaren Wohnraum schaffen!

Die Linke Bremen und Bremerhaven fordert die Stadt Bremen auf, beim angekündigten Verkauf des Güldenhaus-Quartiers in der Bremer Neustadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen. Der bisherige Investor hat das Geländer der ehemaligen Schnapsfabrik seit 2004 leer stehen lassen und sich geweigert, es zu entwickeln. Für Menschen in Bremen wird es immer schwerer bezahlbaren, guten Wohnraum zu finden. Mit dem Erwerb des Geländes kann die Stadt über die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften oder durch die Förderung von Baugenossenschaften die dringend benötigten Wohnungen schaffen.

Max Petermann, Landessprecher und Sprecher für Stadtentwicklung/Wohnen/Bau der Linken in Bremen und Bremerhaven, erklärt: „Wer ein ganzes Quartier seit mehr als 20 Jahren leer stehen lässt, handelt gegen die Interessen der Menschen dieser Stadt. Wohnen ist keine Ware, mit der Investoren nach Belieben spekulieren dürfen. Bremen muss jetzt handeln und das Güldenhaus-Quartier dem Markt entziehen. Statt eines weiteren privaten Investors brauchen wir dort dauerhaft bezahlbare Wohnungen in öffentlicher oder genossenschaftlicher Hand.“

Der jahrelange Leerstand zeigt, dass die Entwicklung wichtiger Flächen nicht allein privaten Renditeinteressen überlassen werden darf. Mit dem Ankauf kann die Stadt Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen und sicherstellen, dass auf dem Gelände Wohnungen entstehen, die sich Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen leisten können. Dafür sollen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften einbezogen und Baugenossenschaften gezielt unterstützt werden.

Die Linke Bremen und Bremerhaven setzt sich für bezahlbares Wohnen, eine starke öffentliche Wohnungswirtschaft und eine Stadtentwicklung ein, die sich an den Bedürfnissen der Menschen statt an privaten Renditeinteressen orientiert.

Hintergrund: Seit 1999 steht das Gelände der ehemaligen Schnapsfabrik in der Bremer Neustadt leer. Nach dem es 2004 von der Firma „Müller und Bremermann“ gekauft wurde, gab es verschiedene Ideen der Entwicklung, die immer wieder an den Investoren gescheitert sind. Angebliche Gründe waren geplante Bürgerbeteiligungen oder vom Beirat geforderte Sozialwohnungsquoten.

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