Türkei muss Bremer Aktivistinnen und alle Mitreisenden sofort freilassen!

Die beiden Frauen aus Bremen gehören zu einer 16-köpfigen Delegation aus deutschen Aktivist*innen und Journalist*innen, die von der türkischen Polizei im Südosten des Landes gestern festgenommen worden sind. Die Delegation war in die kurdischen Regionen gereist, um die Proteste gegen die massive Gewalt in Syrien zu begleiten, auf die sich zuspitzende humanitäre Lage in Nord- und Ostsyrien aufmerksam zu machen sowie Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Unter den Betroffenen sind auch ein Vertreter der Linksjugend Solid Berlin und ein Mitglied der niedersächsischen Linken.

Cindi Tuncel, Sprecher für Internationales der Bremer Fraktion Die Linke, kommentiert: „Die Festnahme der Aktivist*innen in der Türkei ist ein gravierender Eingriff in grundlegende politische Freiheiten und in das Engagement der Zivilgesellschaft. Die Türkei versucht damit, kritische Stimmen und Unterstützer*innen von Kurd*innen in Rojava zum Schweigen zu bringen. Die Festnahme richtet sich damit gegen die internationale Solidarität mit den Kurd:innen! Das Auswärtige Amt muss sofort handeln und sich entschieden für die sofortige Freilassung der Betroffenen einsetzen. Die deutsche Botschaft ist in der Pflicht, schnell konsularische Hilfe zu leisten und die Wahrung der Rechte der Festgenommenen sicherzustellen. Die Solidarität mit den Menschen in Rojava sollte unterstützt, statt kriminalisiert werden!“

Die Linksjugend Solid hat in einem Brief an den Außenminister Johann Wadephul gefordert, alle diplomatischen Mittel einzusetzen, um eine Freilassung der Delegation zu erwirken. Diesen Brief haben auch mehrere Abgeordnete der Bremer Fraktion Die Linke unterzeichnet, wie Dariush Hassanpour, Muhlis Kocaağa und Cindi Tuncel.