Deutschland macht Rückschritte, während die Erde brennt – Mehr Investitionen in den Klimaschutz!
Die Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém endet voraussichtlich morgen – doch bereits der vorläufige Beschlussentwurf zeigt, dass die Bemühungen nicht ausreichen werden, um einen dramatischen Anstieg der Erderwärmung zu verhindern. Das international vereinbarte 1,5-Grad-Ziel wird wahrscheinlich schon in den nächsten 10 Jahren dauerhaft überschritten.
Muhlis Kocaağa, klimapolitischer Sprecher der Bremer Fraktion Die Linke kommentiert: „Deutschlands Zusagen von einer Milliarde für den Tropenwaldfonds und von 60 Millionen Euro für den UN-Anpassungsfonds sind wichtig – aber bei Weitem nicht genug. Richtiger wäre es gewesen, als gutes Beispiel voranzugehen und die Beiträge deutlich zu erhöhen. Klimaschutz kann nicht verschoben werden: Die Folgen des Klimawandels treffen schon jetzt insbesondere indigene Völker und arme Menschen weltweit, während vor allem die Reichen für den Klimawandel verantwortlich sind.“
Deutschland ist im Länder-Ranking des neuen „Klimaschutz-Index“ von Platz 16 auf Platz 22 abgerutscht. Ein Grund dafür ist laut den Verfasser*innen die rückschrittige Klimapolitik der Bundesregierung, die ankündigt, Gaskraftwerke zu bauen, die Sanierung von Gebäuden zurückzufahren oder in der EU das Verbrenner-Aus bis 2035 stoppen zu wollen.
Muhlis Kocaağa: „Während die Klimakonferenz tagt, fällt der Bundesregierung ein, teure und gefährliche Steuergeschenke für die Luftverkehrsindustrie zu beschließen. Stattdessen brauchen wir dringend mehr Geld für den ÖPNV, die Bahn und die energetische Sanierung. Gerade in Zeiten, in denen Rechtspopulisten Aufwind haben und den Klimawandel leugnen, ist es wichtiger denn je, politisch gegenzusteuern. Ich hoffe, dass die Weltklimakonferenz ein deutliches Zeichen für konsequenten Klimaschutz setzt, an das sich auch die Bundesregierung hält.“

