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Aufruf der Bildungswende JETZT!

Für den 24. Mai hat das „Bildungswende JETZT“-Bündnis anlässlich des Treffens der Jugend- und Familienminister*innen im Bremer Parkhotel für 10.00 Uhr zu einer Demonstration vom Bremer Hauptbahnhof zum Parkhotel aufgerufen. Auch die Partei die Linke ruft zur Teilnahme auf. Dazu erklärt Christian Gloede, bildungspolitischer Sprecher der Partei:

„Wir unterstützen den Demonstrationsaufruf der Bildungswende-Jetzt! Nicht nur in Bremen, sondern bundesweit ist ein lauter Protest für eine bessere Bildung von Anfang an notwendig. Dabei ist die Forderung nach einem 100 Milliarden Euro Sondervermögen essenziell, wenn es auch gelingt, eine grundsätzliche Wende in der Bildungspolitik einzuleiten,“ so Gloede. Und weiter:

„Wir haben es nicht nur mit einer krassen und strukturellen Unterfinanzierung zu tun. Allein der Sanierungs- und Neubaustau von Bildungseinrichtungen wird in Milliardenhöhe beziffert. Die unzureichende Personalausstattung mit einhergehender Überlastung der Beschäftigten in allen Bereichen in Kitas und Schulen trifft zunehmend auf ein Bildungssystem, das geprägt ist von gesellschaftlicher Spaltung und Ausgrenzung.“ Dazu gehöre auch die Sorge um den gewünschten Schul- oder Kitaplatz.

Anlässlich des 75. Jahrestages des Grundgesetzes am 23. Mai formuliert Gloede weiter: „Eine Gesellschaft, deren Kern eine demokratische Verfassung zu Grunde liegt, braucht auch ein demokratisches und sozial gerechtes Bildungssystem!“ Wenn dies nicht bald gelänge, läge auch die Demokratie am Boden.

Die Linke unterstützt auch die Forderung nach einem „Dialog auf Augenhöhe“, wie ihn das Bündnis formuliert. Dabei müssten, so Gloede, aber Demokratie und Bildungsgerechtigkeit auf Grundlage inklusiver Bildung von Anfang an dem gemeinsamen Ausgangspunkt stehen.

Für Bremen bedeutet dies, „jetzt Schritte einzuleiten, den bis 2028 besiegelten ‚Bremer Schulfrieden‘ im Sinne einer ‚Schule für wirklich Alle‘ zu überwinden und endlich den Regierungsbeschluss ‚allen Kindern einen Kitaplatz‘ schnellstmöglich umzusetzen.

Insbesondere in Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen sowie Bildungseinrichtungen mit einem hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichsten Förderbedarfen müssten zeitnah Gruppen- und Klassengrößen abgesenkt werden, auch im Kitabereich sei die selektive Struktur von Regel-, Schwerpunkt- und Index-Kitas zu überwinden.

„Jede Kita und jede Schule ist eine für wirklich Alle! Dies ist der Kern einer Bildungswende. Dazu gehört auch die notwendige Finanzierung. Dafür lohnt es sich, laut und stark zu demonstrieren. Politik und Bildungsverwaltung müssen diesen Druck spüren. Sonst wird sich eher das bildungspolitische Beharrungsvermögen einzelner Interessensgruppen durchsetzen,“ befürchtet Gloede abschließend.

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