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Bekräftigungsantrag zur Umbenennung der Straße „Reitbrake“ in „An der Kriegsgräberstätte“

Gröpelingen

Bremen, 18.06.2025
Bekräftigungsantrag zur Umbenennung der Straße „Reitbrake“ in „An der Kriegsgräberstätte“
Zur Vorlage in der Sitzung des Beirats Gröpelingen am 25.06.2025
Der Beirat Gröpelingen möge beschließen:
Der Beirat Gröpelingen bekräftigt seinen am 20.11.2024 gefassten Beschluss, die Straße „Reitbrake“ in „An der Kriegsgräberstätte“ umzubenennen, um die erinnerungspolitisch herausragende Bedeutung des authentischen Ortes des zentralen sowjetischen Gräberfelds in Bremen dauerhaft sichtbar zu machen.

Die Umbenennung würdigt das Leid und den Tod von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen aus der ehemaligen Sowjetunion, die hier unter unmenschlichen Bedingungen ums Leben kamen und über Jahrzehnte vergessen waren. Angesichts der dokumentierten historischen Fakten und der jüngsten archäologischen Funde ist die Umbenennung ein zwingender Akt des Gedenkens, der Verantwortung und der Mahnung.

Der Beirat erkennt an, dass die Nehlsen Industrieservice GmbH & Co. KG als einzig verbliebener Anrainer durch die Umbenennung organisatorisch und wirtschaftlich betroffen ist. Daher erklärt sich der Beirat bereit, gemeinsam mit der Firma zu prüfen, ob der Zeitpunkt der Umbenennung so gewählt werden kann, dass der betriebliche Aufwand möglichst gering gehalten wird. Zudem regen wir eine Klärung an, ob eine (ggf. teilweise) finanzielle Unterstützung zur Abmilderung der Umstellungskosten gewährt werden kann.

Nichtsdestotrotz ist das öffentliche Interesse an einer würdigen Erinnerung und einer klaren Benennung des historischen Orts höher zu gewichten als das wirtschaftliche Interesse eines einzelnen Unternehmens. Es handelt sich um einen einmaligen Ort des Gedenkens, der nicht dem Vergessen anheimfallen darf.
Der Beirat hält daher an der Forderung der Umbenennung fest.

Dieter Winge und die Fraktion die LINKE im Beirat Gröpelingen

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