Gute Arbeit verdient gute Bezahlung - Warnstreik im öffentlichen Dienst ist ein Kampf für soziale Gerechtigkeit

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes der Länder rufen für Dienstag, 10. Februar zu einem zentralen ganztägigen Warnstreiktag in Niedersachsen und Bremen auf.
Am 11.2. beginnt die dritte Verhandlungsrunde. Bislang haben die Arbeitgeber (Verhandlungsführer ist Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, SPD) kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die Kern-Forderungen von verdi, GEW, GdP und IGBAU liegen bei 7%, mindestens 300€, Ausbildungsvergütungen sollen um 200€ steigen und studentische Beschäftigte sollen erstmals ein tarifliches Mindestentgelt erhalten.
Die Linke ist mit den streikenden Kollegen und Kolleginnen solidarisch!

„Wir leben in einem Land, in dem Geld und Reichtum ausreichend vorhanden, aber extrem ungleich und ungerecht verteilt sind. Gleichzeitig legt die Bundesregierung die Axt an den Sozialstaat und an Arbeitnehmerrechte.
Die Beschäftigten im öD, egal ob in den Schulen, den Universitäten, den Verwaltungen oder auf der Straße, sie halten den Betrieb aufrecht und verdienen neben Respekt und Wertschätzung einen Lohn, der zu einem guten Leben reicht, sowie verlässliche und attraktive Arbeitsbedingungen“, erklärt Christian Gloede, Mitglied im Landesvorstand der Linken.

Sofia Heuser, gewerkschaftspolitische Sprecherin, ergänzt: „Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen tragen dazu bei, die gesellschaftliche Spaltung aufzuhalten, indem endlich mehr in Bildung, Soziales und Gesundheit investiert wird. Mit ihrer Arbeit übernehmen die Beschäftigten in diesen Bereichen eine hohe Verantwortung. Wir alle sind auf sie angewiesen!
Kritisch sehen wir besonders die Lohnlücke zwischen den Beschäftigten der Länder und denen der Kommunen und des Bundes. Die ist gerade hier in Bremen, wo viele der Landesbeschäftigten Arbeit verrichten, die anderswo bei den Kommunen liegen würde, und besser bezahlt ist“.

Doris Achelwilm, Bremer Linken-Abgeordnete im Bundestag unterstreicht:
„Die Steuereinnahmen und -spielräume steigen, sie werden aber nicht im Interesse der Beschäftigten in diesem Land genutzt, sondern eher dafür, das Vermögen von Reichen und Überreichen zu mehren. Diese politische Entscheidung muss auch mit dieser Tarifrunde korrigiert werden! Wir brauchen eine gerechte Steuerpolitik, die Vermögende und Konzerne endlich angemessen zur Finanzierung des Gemeinwohls heranzieht. Beschäftigte haben bereits ihren Anteil geleistet und faire Löhne und Entlastung verdient!“


Abschließend erklärt Die Linke: „Die berechtigten Forderungen sind kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir unterstützen den Kampf für gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung mit aller Kraft.“
 

 

Beginn des Warnstreiks ist 9:30 Uhr (Sammeln und Auftakt) auf der Bürgerweide mit anschließender Demonstration. Der Abschluss wird gegen 11:45h vor dem Amtssitz des Finanzsenators am Rudolf-Hilferding-Platz stattfinden.