Angriffe auf Linke in Bremen: Schutz von Betroffenen und lückenlose Aufklärung!
In Bremen-Walle hat es in den vergangenen Wochen fünf Farbangriffe auf Häuser von Menschen gegeben, die sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzen und linkspolitisch engagieren. Betroffen sind ein Beiratsmitglied der Linken in Walle, zwei weitere Parteimitglieder, ein engagierter Bürger und ein solidarisches Wohnprojekt in Walle.
Ibou (nur Vorname), betroffenes Mitglied der Linken, erklärt: „Es kann nicht sein, dass ich aufgrund meiner politischen Einstellung zur Zielscheibe werde und meine Privatsphäre massiv verletzt wird. Der Farbanschlag auf mein Haus ist bedrohlich für mich und meine Familie. Hinzu kommt, dass ich von einem Rechtsextremen gefilmt und dieses Video ins Netz gestellt wurde. Solche Attacken tragen zu einem Klima der Angst und Einschüchterung bei, diesen faschistischen Methoden müssen wir uns konsequent entgegenstellen.“
Auch Jörg Tapking, Mitglied im Beirat Walle Die Linke, ist betroffen und betont: „Der Farbanschlag auf mein Haus richtet sich nicht nur gegen mich persönlich, sondern explizit gegen meine antifaschistische Haltung, die durch ein Plakat im Fenster gegen rechts gut erkennbar ist. Das ist sehr besorgniserregend! Solche Taten gefährden unsere Demokratie. Ich möchte politisch frei agieren können, ohne Angst vor Repressionen, Bedrohungen oder Gewalt.“
Nelson Janßen, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, ergänzt: „Wir fordern, die Vorfälle so schnell wie möglich und lückenlos aufzuklären. Die Behörden müssen die rechten Angriffe ernst nehmen, die offensichtlich in einem Zusammenhang stehen und auch so als rechte Angriffsserie benannt werden müssen. Wir erwarten, dass der Staatsschutz aus seinen erheblichen Fehlern bei den Ermittlungen zum Brandanschlag auf die Friese gelernt hat und die alltägliche Bedrohung durch Rechtsradikale in Bremen wirksam unterbindet.“

