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Esther Bejarano gestorben

Die Landessprecher:innen Cornelia Barth und Christoph Spehr erklären für den Landesverband DIE LINKE. Bremen:

DIE LINKE. Bremen reagiert mit großer Trauer auf den Tod von Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren. Esther Bejarano überlebte als Jüdin trotz der Deportation nach zunächst Ausschwitz und dann Ravensbrück die Zeit der Diktatur des Nationalsozialismus. Als sie in den 70er Jahren erlebt, dass die Polizei in der Nähe ihres Geschäftes Propaganda machende Nazis vor Demonstrant:innen schützt, steigt sie wieder intensiv in die politische Arbeit ein.

Bis zu ihrem Tod war Esther Bejarano eine unermüdliche Zeitzeugin und Kämpferin, auch wenn ihr dies aufgrund der Konfrontation mit den eigenen Erinnerungen oft schwer gefallen ist. Die Sorge vor einer Wiederholung der Geschichte benannte sie dabei auch immer wieder als Motor ihres Engagements. Die erfolgreiche Wiedererlangung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA war dabei nicht ihr letztes Engagement, aber eines, das sie mit einem beeindruckenden Zitat bei der Petition an den Bundesfinanzminister geprägt hat: "Es brennt und sie sperren die Feuerwehr aus".

Wir wollen gemeinsam mit anderen dafür sorgen, dass diese großartige, streitbare und beeindruckende Frau nie vergessen wird. Ihr Leben und ihre politische Arbeit werden uns Mahnung und Ansporn zugleich sein, dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt, sondern es uns gelingt, gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft, für eine friedlichere Welt und für eine respektvolle Einnerungskultur zu streiten und zu kämpfen.

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