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Soziale Spaltung und Armut bekämpfen – benachteiligte Stadtteile fördern

Auf der Bremer Armutskonferenz am 5. Februar 2020 stellte René Böhme, Sozialwissenschafter am Institut für Arbeit und Wirtschaft an der Universität Bremen, seine aktuellen Befunde zur Entwicklung der sozialen Segregation in Bremen vor. Danach habe sich die Situation seit 2010 weiter verschärft. Die Schere klaffe weiter auseinander und der Abstand zwischen benachteiligten Quartieren auf der einen Seite und gut situierten Quartieren auf der anderen Seite habe weiter zugenommen. Deshalb fordert er den Bremischen Senat auf, einen Masterplan gegen die soziale Spaltung Bremens auf den Weg zu bringen.

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, hält die anhaltende und zunehmende sozialen Spaltung in Bremen für alarmierend: „In den benachteiligten Stadtteilen ist die Armutsquote von Kindern besonders hoch, zudem ist der Anteil an Alleinerziehenden in diesen Stadtteilen höher als in anderen Quartieren Bremens. Armutsbekämpfung muss daher weiterhin die höchste Priorität der Politik in Bremen haben. Die Fraktion DIE LINKE hat bereits in den vergangenen Legislaturen Masterpläne zur Armutsbekämpfung gefordert. In der vorletzten Legislatur haben wir im nichtständigen Ausschuss Armutsbekämpfung aktiv mitgearbeitet und dort detaillierte Beschlüsse gefällt. Aktuell setzen wir all unsere Energie in die Umsetzung von Verbesserungen. Der aktuelle Vorstoß der Arbeitssenatorin Kristina Vogt für einen höheren Landesmindestlohn ist ein Baustein dessen, ebenso wie das Aktionsprogramm Alleinerziehende, welches diese besonders armutsgefährdete Gruppe und ihre Kinder durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und Kinderbetreuungsangebote vor Armut schützen soll. Soziale Stadtteilprojekte müssen gestärkt werden denn sie sind es, die sozialen Zusammenhalt konkret organisieren und bewältigen. Uns ist es wichtig, das Landesprogramm Quartiere, ‚Wohnen in Nachbarschaft‘, die offene Jugendarbeit sowie Frauenprojekte zu fördern und Stadtteilgesundheitszentren zu schaffen. Oberste Priorität muss auch der massive und qualitativ hochwertige Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen haben- und hat es auch. Wenn wir all das mit dem kommenden Haushalt schaffen, dann sind wir ein gutes Stück weiter. Entscheidend ist, dass die Programme und Maßnahmen auch bei den Menschen ankommen, die sie brauchen.“


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