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Miriam Strunge

Seute Deern ist zu beschädigt für Sanierung

Schon länger ist bekannt, dass das Segelschiff Seute Deern grundlegend und umfassend restauriert werden müsse, um es zu erhalten. 34 Millionen Euro waren im Gespräch, die das Schiff, das Teil des Museumshafens des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven ist, zur Sanierung benötigen würde. Doch seitdem hat sich die Sachlage noch einmal dramatisch verändert: Im Februar gab es einen Brand an Bord des Schiffes und Anfang September war die Seute Deern im Hafenbecken gesunken und musste bereits einmal aufwändig und kostenintensiv geborgen werden. Seitdem dringen enorme Mengen Wasser in den Segler ein, die Tag und Nacht durch zusätzliche Spezialpumpen kostenintensiv abgepumpt werden müssen, um das Schiff vor einem erneuten Sinken zu bewahren.

Vor diesem Hintergrund spricht sich Miriam Strunge, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, nun dafür aus, die Seute Deern aufzugeben: „Das Schiff ist durch und durch morsch, die Holzplanken sind völlig marode. Der Aufwand, den eine fachgerechte Bergung des Schiffes und Komplettsanierung kosten würde, ist überhaupt nicht mehr abzuschätzen. Es ist auch nicht absehbar, ob dies überhaupt technisch noch möglich wäre oder ob sich die Grundsubstanz des Schiffes nicht als so beschädigt herausstellen wird, dass eine Rettung technisch gar nicht mehr in Frage kommt. Sicher ist nur, dass die bisherige Kostenschätzung längst hinfällig ist. Die Seute Deern würde bei einer Sanierung zum finanziellen Fass ohne Boden. Diese Kosten, die vom Land Bremen zu großen Teilen zu stemmen wären, sind nicht darstellbar. Man muss diesen Tatsachen ins Auge sehen und eine bittere Entscheidung treffen. Wir kommen deshalb zu dem Schluss, dass Abwracken die einzige sinnvolle Option in dieser Situation ist.“

Miriam Strunge möchte vor allem noch einmal der Frage nachgehen, wieso es überhaupt zum Verfall der Seute Deern kommen konnte: „Offensichtlich war das Museum in den letzten Jahren nicht in der Lage, den Museumshafen angemessen in Stand zu halten. Wenn die Medienberichte stimmen, dass das Schifffahrtsmuseum Mittel des Museumsvereins zur Pflege der historischen Schiffe in der Vergangenheit nicht abrufen konnte, wäre das tragisch. Ich erwarte von Museum und Senat, dass sie nun ein Konzept vorlegen, wie zukünftig die laufende Instandhaltung der Schiffe gewährleistet werden kann. So ein Desaster wie bei der Seute Deern darf sich nicht wiederholen.“


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