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Linksfraktion zur Tarifeinigung für Erzieher*innen: Zügige Umsetzung der S8b-Eingruppierung in Bremerhaven und Bremen!

Ingo Tebje, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kommentiert die Einigung im Tarifstreit der Sozial- und Erziehungsdienste: „Wie jeder Tarifabschluss handelt es sich um einen Kompromiss mit Licht und Schatten. Aber nach sehr schwierigen Verhandlungen und einer starken Streikbewegung der Beschäftigten in Kitas und Sozialdiensten sind hier deutliche Fortschritte zur Anerkennung, Aufwertung und Entlastung der Branche erreicht worden“.

Tebje weiter: „Von der Zulage von 130 Euro für Erzieher*innen und Sozialassistent*innen sowie 180 Euro für Sozialarbeiter*innen profitieren viele Beschäftigte in Bremen und Bremerhaven. Die zwei sogenannten Regenerationstage sind zumindest ein Schritt in Richtung der bitternötigen Entlastung, die auch Gewerkschaften für die Kolleg*innen zurecht gefordert haben. So werden auch die Arbeitsplätze attraktiver.“

Für Bremen und Bremerhaven sei der Abschluss noch aus weiteren Gründen positiv zu bewerten, sagt der arbeitspolitische Sprecher: „Zum einen profitieren von der Zulage auch Erzieher*innen, die mit vielen Kindern mit Förderbedarf arbeiten und deshalb bereits in der S8b eingruppiert sind. Zum anderen ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf als Voraussetzung für eine Eingruppierung in die Stufe 8b gesenkt worden. Allerdings müsste aus meiner Sicht aufgrund der hohen Sprachförderquoten und der sozialen Rahmenbedingungen in Bremerhaven und Bremen insgesamt flächendeckend die höhere Eingruppierung gelten.“

Mit Blick auf die Fachkräfteentwicklung sagt Tebje: „Eine höhere Eingruppierung allein wird uns in beiden Städten zur Gewinnung von jungen Kolleg*innen für die Ausbildung als Erzieher*in nicht reichen. Dafür brauchen wir dringend mehr tariflich bezahlte PiA-Ausbildungsplätze!“

Sofia Leonidakis, Vorsitzende und kinderpolitische Sprecherin der Fraktion, ergänzt: „Ohne deutlich mehr Fachkräfte schaffen wir den Ausbau nicht, der notwendig ist, um endlich allen Kindern einen Krippen- oder Kitaplatz mit der notwendigen frühkindlichen Förderung zu ermöglichen. Nur so sind perspektivisch Qualitätsverbesserungen möglich. Wir brauchen insbesondere in den Einrichtungen, die viele Kinder mit Förderbedarf betreuen, kleinere Gruppen.“

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