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Institut für Rundfunktechnik (IRT) wird gebraucht!

Wie Anfang dieses Jahres bekannt wurde, soll das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München geschlossen werden. Das IRT forscht seit den 1950ern zu neuen Audio- und Videotechnologien, aktuell etwa Künstlicher Intelligenz, 5G, Mediatheken oder Barrierefreiheit. Die bisherigen Gesellschafter – die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz – haben ihre Gesellschafterverträge mit dem IRT zum Jahresende gekündigt, von Kündigungen betroffen wären 120 Mitarbeiter*innen. Bisher finanziert sich das IRT aus den Gesellschafterzuschüssen, Erlösen aus Auftragsforschung sowie aus Lizenzeinnahmen. Das Institut war 2017 wegen Managementfehlern und entgangener Einnahmen in die Kritik geraten; inzwischen wurde es jedoch umstrukturiert. In diesen Tagen wollen die Gesellschafter über die Situation in Austausch treten. 

Doris Achelwilm, medienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, kommentiert: "Von der Forschung und Entwicklung des IRT profitieren viele Zukunftsbaustellen im Rundfunk- und Medienbereich. Dass die Kompetenzen der 120 Mitarbeiter*innen nicht mehr gebraucht werden und man sich diese Kosten sparen könne, ist schwer vorstellbar. Das Institut ist ein Bindeglied zwischen den Rundfunkanstalten, den nationalen und internationalen Standardisierungsgremien und der Wirtschaft. Ohne das IRT gingen internationale Vernetzung und wichtige Synergien zwischen den Rundfunkhäusern verloren. In der Folge würde die öffentlich-rechtliche Technikentwicklung von Konzernen des freien Markts abhängig. Wer zur öffentlich-rechtlichen Grundversorgung passende Forschung und ‚hauseigene‘ technische Entwicklung für die Bedürfnisse von z.B. Menschen mit Behinderung will, sollte eine Abwicklung verhindern.

Bis zum Auslaufen der Verträge bleiben noch einige Monate. Mit Blick auch auf die Beschäftigten sollten die Gesellschafter ernsthaft prüfen, in welcher Form das Wissen des IRT weiterexistieren kann. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss seine Kompetenzen in Sachen Zukunftstechnologien ausbauen, um mit den Ansprüchen der Nutzer*innen Schritt zu halten. Das IRT würde auf diesem Weg fehlen."

Ein PDF der Pressemitteilung können Sie hier herunterladen. 


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