Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

DIE LINKE. Bremen fordert sofortige Schließung der Landesaufnahmestelle in der Lindenstraße aufgrund von Corona-Gefahr

Angesichts der großen Gefahr durch das Corona-Virus für Bewohner*innen von Geflüchteten-Unterkünften fordert DIE LINKE. Bremen die sofortige Schließung der Landesaufnahmestelle (LASt) in Bremen Vegesack. In der Unterkunft leben bis zu 700 Personen auf engstem Raum. Die Bewohner*innen sollen so schnell wie möglich auf bessere Unterkünfte oder Hotels umverteilt werden.

Bis zu zehn Personen teilen sich ein Zimmer. "Soziale Distanzierung, die eigentlich allen Menschen dringend empfohlen wird, ist unter diesen Umständen auf keinen Fall möglich. Auch für Bewohner*innen von Geflüchteten-Unterkünften muss dies möglich sein. Deshalb fordern wir die Schließung der LASt und die sofortige Umverteilung, entweder auf andere, bessere Unterkünfte in Bremen oder in Hotels", so Anna Fischer, Sprecherin für Flucht und Migration im Landesvorstands. "Diese Maßnahmen können nicht warten, mit jedem Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein*e Bewohner*in ansteckt und am Ende die ganze Unterkunft gemeinsam in Quarantäne gehen muss. Außerdem erreichen uns Berichte von Bewohner*innen, die von katastrophalen hygienischen Bedingungen erzählen und deutlich machen, dass sie sich kaum bis gar nicht informiert fühlen. In der Unterkunft leben ebenfalls viele Menschen, die zu den Risikogruppen gehören und die daher besonders geschützt werden müssen. Die Sozialbehörde ist jetzt aufgefordert zu handeln, alles andere wäre verantwortungslos" so Fischer weiter. Gerade weil angenommen wird, dass das Virus die kommenden Monate weiter das gesellschaftliche Leben prägen und für ernsthafte Gesundheitsrisiken sorgen werde, könne eine Unterkunft wie die LASt nicht weiter betrieben werden. "Die massiven Eingriffe in die Lebensumstände, die in der LASt sowieso schon mehr als grenzwertig sind, sind auf einen längeren Zeitraum gesehen absolut unzumutbar. Wenn es schon unter normalen Bedingungen Berichte von gewalttätigen Übergriffen durch Sicherheitskräfte auf Bewohner*innen gibt, wie soll sich die Situation aktuell weiterentwickeln?". Daher seien auch kurzfristig umzusetzende Lösung wie der Umzug in Hotelzimmer eine angemessene und notwendige Lösung. "Alle Bewohner*innen müssen die Möglichkeit haben, sich in Einzelzimmer zurückzuziehen und alles tun zu können, um sich vor einer Infektion zu schützen – wie alle anderen Menschen auch. Und die Hotels sind momentan eh leer, warum diesen freien Raum nicht nutzen?".


Pressemitteilungen der LINKEN abonnieren

Presse-Ansprechpartner*innen

Landesverband:

Andreas Hein-Foge
Landesgeschäftsführer
eMail

Tel.: 0421-32 06 66, Fax: 0421-32 06 67
zu erreichen in der Landesgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE. Landesverband Bremen (Faulenstraße 75, 28195 Bremen)


Fraktion:

Tim Ruland - Pressesprecher
Fon: 0421-20 52 97-50
Fax: 0421-20 52 97-10
eMail

zu erreichen in der Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft (Tiefer 8, 28195 Bremen)