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Beschäftigte für den Fall von ‚Long Covid‘ unbürokratisch absichern!

Bremen soll sich künftig auf Bundesebene dafür einsetzen, dass – über das Gesundheitswesen, Labore und die Wohlfahrtspflege hinaus – Covid-19-Infektionen am Arbeitsplatz als Berufskrankheit unbeschränkt anerkannt werden. Das sieht ein Antrag des rot-grün-roten Regierungsbündnisses vor, den die Bremische Bürgerschaft an diesem Mittwoch beschlossen hat.

Ingo Tebje, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, begrüßt diesen Schritt: „Zahlreiche Menschen beklagen noch Monate nach einer Corona-Infektion Spätfolgen der Erkrankung, etwa chronische Erschöpfung oder starke Konzentrationsschwierigkeiten. Mitunter sind die Symptome von ‚Long Covid‘ so stark, dass die Betroffenen über längere Zeit nicht mehr arbeiten können und eventuell sogar in einer Reha-Klinik behandelt werden müssen. Haben sich die Menschen am Arbeitsplatz angesteckt, handelt es sich zweifelsohne in jeder Branche um eine Berufskrankheit. Diese Klarstellung ist überfällig. Schließlich haben sich nachweislich auch Beschäftigte in der Fischverarbeitung in Bremerhaven am Arbeitsplatz infiziert. Zudem sind Erzieher:innen besonders gefährdet, an Corona zu erkranken, und Mitte vergangenen Jahres wurde das höchste Risiko unter den Beschäftigten in Leiharbeit im industriellen Bereich sowie in der Post- und Logistikbranche beobachtet.

Mit der Erweiterung der Arbeitsbereiche, in denen Covid-19 als Berufskrankheit angezeigt werden kann, schaffen wir Verbesserungen für Beschäftigte. So würde künftig die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten der Heilbehandlung sowie der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation übernehmen. Bei einer bleibenden Minderung der Erwerbsfähigkeit kann sie Betroffenen eine Rente zahlen. Die Leistungen sind zudem deutlich besser als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Gerade weil bislang wenig über Spätfolgen bekannt ist, brauchen Beschäftigte die bestmögliche Absicherung für den Fall einer Corona-Infektion am Arbeitsplatz.“

Den Antrag „Anerkennung einer Berufskrankheit durch SARS-CoV-2 für weitere Berufsgruppen“ finden Sie hier.

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