Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Ausbildungsplätze: Kein Licht am Ende des Tunnels

Letzte Woche hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die vorläufigen Zahlen zum Ausbildungsbeginn 2019 veröffentlicht, darunter auch die Länderzahlen. Für das Land Bremen ist erneut ein Rückgang der neuen Ausbildungsverträge zu verzeichnen. Dazu erklärt der Landessprecher der Bremer LINKEN, Christoph Spehr:

„Die Aussichten Jugendlicher im Land Bremen, nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu bekommen, haben sich 2019 weiter verschlechtert. Gab es nach Zahlen des BIBB 2018 noch 5.859 neue duale Ausbildungsverträge im Land Bremen, so waren es 2019 nur noch 5.778. Damit sind die Ziele der ‚Bremer Vereinbarungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung‘ noch stärker verfehlt worden als bereits im letzten Jahr. Es führt kein Weg daran vorbei: Mit den bisherigen freiwilligen Vereinbarungen kann die Ausbildungslücke nicht geschlossen werden. Die Zahlen bestätigen die Notwendigkeit, mit einem umlagefinanzierten Ausbildungsfonds ein verbindlicheres System zu schaffen.

Erst am 4.Dezember wurden den Deputationen für Kinder/Bildung und Wirtschaft/Arbeit die Zahlen zum Ausbildungsstart 2018 vorgelegt. Darin wird deutlich, dass die Zahl der neubesetzten Ausbildungsplätze im Bereich der Handwerkskammer sich seit 2013 nicht verbessert hat, im Bereich der Handelskammer rückläufig ist. Während die Zahl der fachschulischen Ausbildungsplätze und der Laufbahnausbildung im öffentlichen Dienst gesteigert wurde, zeigt die Richtung bei den dualen Ausbildungsplätzen nach unten. Die Zahl derjenigen, die jährlich die Schule verlassen, ohne in Studium oder Berufsausbildung überzugehen, ist groß und nimmt zu. Das ist die kritische Gruppe, deren Risiko groß ist, dauerhaft keine Aussichten auf qualifizierte, existenzsichernde Arbeit zu haben.

Die BIBB-Zahlen für 2019 zeigen auch: Der Anteil der überwiegend öffentlich finanzierten Ausbildungsplätze im Land Bremen ist gesunken. 2018 hatte Bremen mit 6,6 Prozent noch den höchsten Anteil bundesweit. Inzwischen sind insbesondere die ostdeutschen Bundesländer vorbeigezogen, währen Bremen mit einem von 5,0 Prozent zurückgefallen ist.

Ein ‚Weiter so‘ kann es daher nicht geben. Die neu gebildete Ausbildungskommission muss über das Modell der ‚Bremer Vereinbarungen‘ hinausgehen und endlich Schritte für eine Ausbildungsumlage im Land Bremen vorzeichnen. Anders lässt sich die Ausbildungslücke nicht schließen.“


Anlagen:

  • Kennzahlen zur Ausbildungssituation im Land Bremen 2011-2019 (eigene Zusammenstellung anhand veröffentlichter Zahlen)
  • Die Ergebnisse der BIBB-Erhebung zum 30.09.2019 (Tabellen, interaktive Karten und Pressemitteilung finden sich auch hier: www.bibb.de/de/103880.php)

Hinweis: Die BIBB-Zahlen sind nicht vollständig mit den Zahlen der Bremer Vereinbarungen zu vergleichen. Die Gesamtzahl der Neuverträge nach BIBB-Berechnung liegt üblicherweise etwas höher als die Zahl, die in der Statistik der Bremer Vereinbarungen angegeben wird.


Pressemitteilungen der LINKEN abonnieren

Presse-Ansprechpartner*innen

Landesverband:

Andreas Hein-Foge
Landesgeschäftsführer
eMail

Tel.: 0421-32 06 66, Fax: 0421-32 06 67
zu erreichen in der Landesgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE. Landesverband Bremen (Faulenstraße 75, 28195 Bremen)


Fraktion:

Tim Ruland - Pressesprecher
Fon: 0421-20 52 97-50
Fax: 0421-20 52 97-10
eMail

zu erreichen in der Geschäftsstelle der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft (Tiefer 8, 28195 Bremen)