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Abschiebungen verhindern – auch bei Tieren

Im Zuge der verschärften Grenzkontrollen werden an den bayrischen Außengrenzen zu den EU-Nachbarländern zunehmend auch illegale Tiertransporte aufgedeckt. Zuletzt wurden 215 illegal transportierte Hundewelpen aus Osteuropa entdeckt. Sie waren für einen Markt bestimmt, der sich nicht um das Wohlergehen dieser Tiere schert. Obwohl der Großteil der gefundenen Welpen geschwächt und krank war, verfügte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Anfrage aus Bayern zunächst, dass eine Rückführung der Tiere nach Ungarn und in die Slowakei zulässig ist, wenn die Tiere transportfähig sind, da die Tierheime in Bayern überfüllt und überlastet sind.

Nach heftiger Kritik von Tierschützer*innen musste diese Anweisung zurückgenommen werden. Ein Sprecher von Ministerin Ulrike Scharf (CSU) teilte mit, die Welpen würden in den bayrischen Tierheimen verbleiben.

Birgit Menz, Bundestagsabgeordnete aus Bremen und Sprecherin für Natur- und Tierschutz der Fraktion DIE LINKE, ist erleichtert über die Rücknahme der Anweisung und freut sich, dass die Tierschützer*innen diesen Sieg für die Welpen erringen konnten. Doch das Grundproblem bleibt: „Es macht mich traurig, wie hier mit Tieren umgegangen wird. Den Tierheimen, die helfen wollen und die Tiere kurzfristig aufgenommen haben, fehlt es an Geld und ausreichenden Plätzen, um die Tiere vor Tierquälern und Profitmachern zu beschützen“ so Menz. „Es muss dringend sichergestellt werden, dass die Tierheime die Unterbringung und die Versorgung der Tiere gewährleisten können. Außerdem muss geklärt werden, wie illegale Tiertransporte in Zukunft verhindert werden können.“

Mit Blick auf die fehlenden finanziellen Mittel der Tierheime verweist Birgit Menz auf ihre Bundestagsrede vom 3. Dezember 2015. Dort sagte sie: „Ja, die Fundtierbetreuung ist eine kommunale Aufgabe, aber die Kommunen haben mit klammen Kassen zu kämpfen. Wir sagen: Der Bund ist in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Umsetzung des Tierschutzes in den Kommunen finanziell abgesichert werden kann.“


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