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Pro & Contra zur Immobilien-Spekulationssteuer

In Rubrik "Pro & Contra" des Weser Reports äußern sich verschiedene Politiker*innen beziehungsweise Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen.

Momentan geht es um um die Frage, ob die Spekulationssteuer auf Immobilien abgeschafft werden sollte.

Unser Landessprecher Christoph Spehr bezieht im Weser Report für DIE LINKE Stellung auf der "Contra"-Seite.

 

Haben wir eine „Spekulationssteuer“? Nein, haben wir nicht.

Wer Einkommen hat, muss es versteuern – egal, ob es sich um Lohn handelt oder um Verkaufsgewinne.

Wer ein Haus oder Grundstück verkauft, ist davon allerdings ausgenommen. Vorausgesetzt, er verkauft frühestens nach zehn Jahren oder nach drei Jahren Selbstnutzung. Wer schneller wieder verkauft, genießt dieses Privileg nicht. Er wird nicht mit einer Extra-Steuer belegt, sondern zahlt schlicht die normale Steuer auf Gewinne.

Und das ist auch gut so. Je öfter eine Immobilie verkauft wird, desto schneller steigen die Miete und die Bodenpreise. Die Spekulationsfrist wirkt als Bremse. Sie schafft einen Anreiz, eine Immobilie nicht zu verkaufen – jedenfalls nicht so schnell. Dieses Privileg der Steuerbefreiung auch auf kurzfristige Immobiliengeschäfte ausdehnen zu wollen, öffnet der Spekulation Tür und Tor. Dazu darf es nicht kommen.

 

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