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Musiker*innen fördern! Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt startet das POP OFFICE BREMEN

Für die meisten Menschen ist Musik aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie gehört zu den am meisten konsumierten Kunstformen. Dank des technischen Fortschritts der letzten Jahre ist es leichter als jemals zuvor die eigenen Lieblingstracks immer dabei zu haben. Streaming ist für die Konsumenten eine tolle Sache, für die Künstler*innen aber eine große Herausforderung, denn abgesehen von den Top Stars wird es immer schwerer mit den Erlösen aus dem Streaming den Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Erfolg hängt von Playlisten ab und den Algorithmen, die erkennen was heute angesagt ist, und welche Genres gehört werden wollen. Für die Musiker*innen heißt das nicht nur beim Songwriting die Algorithmen im Kopf zu haben, sondern auch die Geschäftsmodelle anzupassen. Neben dem klassischen Weg über Plattenfirmen gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten des Eigenvertriebs auf digitalem Wege. Es gibt also für die Musiker eine Vielzahl von Optionen und Möglichkeiten aber es braucht Know How, um mit diesen Möglichkeiten richtig umgehen zu können. Um erfolgreich zu sein bedarf es neben der Musik und dem Vertrieb von Musik vor allem den professionellen Umgang mit social Media Plattformen. Ohne die entsprechenden Followerzahlen auf Instagram, ist weder eine Plattenfirma zu gewinnen, noch die eigene Vermarktung über digitale Plattformen erfolgversprechend.

In Bremen haben wir eine lebendige Szene. Im Zollamt und an vielen weiteren Orten proben mehrere hundert Bands, wir haben regional und überregionale Konzertagenturen, Managements und Labels. Der Wettbewerb Live in Bremen und auch die vielen Festivals zeigen jedes Jahr wieder die hohe Qualität der Bremer Musikszene. Allerdings erleben wir auch jedes Jahr wieder, dass Bands für den nächsten Karriereschritt nach Hamburg gehen. Offensichtlich müssen die in Bremen vorhandenen Angebote und Netzwerke besser bekannt gemacht und genutzt werden.
Ob nun am Anfang der Karriere oder an der Schwelle zur Professionalität, was Musiker*innen benötigen ist Beratung und Förderung. Aus diesem Grund hat die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Kristina Vogt im März 2021 den Startschuss für die Konzeption des POP OFFICE BREMEN e.V. gegeben. Für den Aufbau dieser Struktur konnte Andrea Rothaug gewonnen werden, die seit vielen Jahren die Szene in Hamburg geprägt und das Rock City Hamburg aufgebaut hat. Gemeinsam mit Bremer Akteuren, wie der Musikszene Bremen e.V. , dem Clubverstärker, Studiobetreiber*innen, Musiker:*nnen und Veranstalter*innen wurde die Struktur für das Pop Office entwickelt und am 25. April 2022 vorgestellt.

Erstmals bietet das Land Bremen damit eine Anlaufstelle, um gezielt die Professionalisierung und den Strukturaufbau der Popmusikszene in Bremen zu ermöglichen.
Das Wirtschaftsressort schafft zum ersten Mal eine Förderstruktur, die Musikschaffenden hilft, sich zu professionalisieren und den Lebensunterhalt zu verdienen. Zugleich stärkt es das Profil Bremens im Bereich der Popularmusik. Mit verschiedenen Förderprogrammen, beispielweise einem Coachingprogramm, Mikroförderungen, Netzwerkevents oder digitalem Beratungspool, wird das Pop Office Bremen die wirtschaftliche Tragfähigkeit im Nachwuchs- und Profisegment ebenso direkt unterstützen wie musikalische Projekte und Existenzgründende."
Der POP OFFICE BREMEN e.V. fungiert zukünftig als privatrechtlicher gemeinnütziger Verein mit einem sechsköpfigen Vorstand aus Vertreter*innen der Musikwirtschaft und einem POP RAT BREMEN aus unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren der Kreativszene. Neben der Vernetzung agiert es auch als Vermittler*innen, Botschafter*innen und unabhängiger Katalysator zur Beschleunigung musikalischer Ansätze, die das Potenzial haben, den zukünftigen Erfolg von Künstler*innen durch die Verbesserung des kreativen Umfelds und der zugrundeliegenden wirtschaftlichen Infrastruktur zu fördern.

Durch die Programme können Konzerte oder digitale Produktionen gefördert werden, aber auch Labelförderung und Coaching sind angedacht, um wichtige Impulse für die Bremische Popszene zu liefern. Damit wird auch der Musikstandort Bremen in der bundesweiten Wahrnehmung gestärkt. Die Zielgruppe des neuen Netzwerks vereint deshalb einerseits Musiker*innen, Bands, DJs, Labels, Verlage, Agenturen, Produzentinnen und Produzenten, Musikschaffende, aber auch bestehende Netzwerke, Vereine, Verbände und Institutionen und kommuniziert bestehende Förderprogramme im Land zentral. Das POP OFFIVE BREMEN e.V. steht nun der Szene zur Verfügung und wird Musiker*innen beraten und Fördern.

Für die Jahre 2022 und 2023 stellt unser Wirtschaftsressort jeweils 150.000 Euro für das Pop Office Bremen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es vom Bund durch die Infrastrukturförderung der Initiative Musik 50.000 Euro. Zukünftig sollen ergänzend Bundesmittel für einzelne Projekte beantragt werden, dafür haben wir jetzt in Bremen die dafür notwendige Struktur. Das Ziel ist mehr erfolgreiche Musiker*innen und Bands aus Bremen. Aber auch mehr Tourneen über die Landesgrenzen hinaus, mehr Kooperationen mit wichtigen Akteur*innen der Branche bundesweit, mehr Präsenz auf Messen, Kongressen, Festivals von Bremischen Akteuren und Akteurinnen, mehr Ansiedelung von Musikwirtschaft im Land, mehr Sichtbarkeit der hiesigen Musikbranche.

Verortet ist das POP OFFICE im Viertel.

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