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Ostermarsch in Bremen

Achelwilm: Ostermarsch in Bremen

Nachdem im letzten Jahr die Ostermärsche wegen der Corona-Pandemie nur virtuell stattfanden, wurde in Bremerhaven und Bremen wieder real demonstriert., aber mit Maske und viel Abstand.

Über 300 Friedensbewegte fanden sich am gestrigen Samstag um 11 Uhr auf dem Bremer Bahnhofsvorplatz ein, um für Abrüstung und gegen Krieg zu demonstrieren. Einen entsprechenden Aufruf hatte auch der Bremer Landesverband der Linkspartei mit unterzeichnet.

"Wer Frieden will, muss abrüsten!", lautete die Forderung. Denn Deutschland liegt auf Platz sieben bei den weltweiten Rüstungsausgaben und gibt in diesem Jahr erstmals mehr als 50 Milliarden Euro für das Militär aus. Beim Rüstungsexport erreicht unser Land sogar den skandalösen fünften Rang. Bremen ist bei Rüstungsproduktion und -export eine Hochburg.

Unsere Welt ist aber auf Gemeinsamkeit und Gegenseitigkeit angewiesen, wenn wir die Erderwärmung begrenzen und globale Gerechtigkeit, dauerhafte Abrüstung und Frieden schaffen wollen. Eine neue Entspannungspolitik ist in gesamt-europäischer Perspektive notwendig, ein friedliches Verhältnis zu Russland und China. Europa kann und muss so zu einem zivilen Friedensprojekt werden.

„Verantwortung übernehmen“ heißt für uns nicht, sich von militärischen Konzepten leiten zu lassen, sondern zivile und diplomatische Wege zu suchen.
Die Unterzeichneten des Ostermarsch-Aufrufs wollen unter anderem:

  • Die Ächtung aller Atomwaffen, Abzug der US-Atombomben aus Büchel und sofortiger Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag;
  • die Aufgabe des NATO-Ziels, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für militärische Zwecke auszugeben;
  • eine neue Friedens- und Entspannungspolitik, um ein System gemeinsamer Sicherheit und kontrollierte Abrüstung zu erreichen;
  • die Beendigung von Rüstungsexporten und Militäreinsätzen im Ausland;
  • die Ächtung autonomer Waffensysteme weltweit. Keine Haushaltsgelder für die Entwicklung von Killerdrohnen. Keine bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr.

Bevor jedoch "losmarschiert" wurde, hielten einige Aktive Reden. Mehr als ärgerlich war dabei jedoch, dass die Bremer Polizei meinte, nicht während der zahlreichen und langen Redepausen, sondern genau in die Redebeiträge hinein Lautsprecheransagen durchführen zu müssen. Der Vertreter der Bremer Linksjugend [´solid], Christian Gerlin, ließ sich davon aber nicht beeindrucken, er sprach souverän vor den Anwesenden.

Auch unsere Bundestagsabgeordnete Doris Achelwilm ging ans Mikrofon. Sie forderte eine entspannungspolitische Kehrtwende statt einer Fortsetzung von Aggression und Krieg. "Lasst uns weiter für eine Politik streiten, die mit der fatalen Logik hoher Rüstungsbereitschaft bricht. Wir müssen Investitionen da einsetzen, wo es nötig ist: Bildung, Gesundheit, Soziales!" [Red.]


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