Weser Wirtschaft

1) Warum sollte man als Unternehmer Ihrer Partei die Stimme geben?

Weil DIE LINKE sich für eine Zukunft der Standorte Bremen und Bremerhaven einsetzt, in der lokal ansässige Unternehmen gefördert und unterstützt werden. Gegen Dumpingkonkurrenz mit Niedriglöhnen und Leiharbeit, gegen globalen Ausverkauf, gegen Verdrängung durch Niederlassungen von Großanbietern. Mit einer Landes-Wirtschaftsförderung, in der auch die Förderung der Unternehmensnachfolge wieder einen Platz hat.

2) Was tun Sie, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken?

Wir wollen ein Recht auf einen Ausbildungsplatz für alle Jugendlichen. Dafür wollen wir Betriebe unterstützen, die ausbilden, und nicht ausbildende Betriebe über eine Umlage beteiligen, mit der außerbetriebliche Ausbildungsplätze finanziert werden. Schulen in benachteiligten Stadtteilen wollen wir besser ausstatten und auch dort die Ausbildungs- und Abiturquote erhöhen.

3) Wie wollen Sie mittelständische Unternehmen stärker entlasten?

Mittelständische Betriebe bezahlen heute vielfach für die übermäßigen Entlastungen der großen Konzerne: beim Strompreis, beim Wegbrechen öffentlicher Aufträge, beim Sinken der Kaufkraft, bei der Deregulierung der Arbeitsmärkte. Wir wollen mittelständische Betriebe bei der Stadtentwicklung in den Mittelpunkt stellen und nicht überregionale Ketten.

4) Wie stehen Sie zum Länderfinanzausgleich, der 2019 ausläuft?

Der Länderfinanzausgleich sollte neu ausgerichtet werden. Bundesgesetzliche Aufgaben, wie z. B. die Sozialleistungen, sollten vom Bund auch gemäß der realen Bedarfe finanziert werden. Auch Bildung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Die meisten Flächenländer statten ihre Großstädte finanziell besser aus als der Bund die Stadtstaaten. Diese Ungerechtigkeit muss geändert werden.

5) Wie wollen Sie den maroden Bremer Haushalt sanieren?

Wir schlagen einen bundesweiten Altschuldenfonds vor, der durch die Wiedereinführung der Vermögensteuer finanziert wird. Durch diesen sollen Länder und Kommunen von ihrer Zinslast befreit werden. Generell gilt: Bremen hat kein Ausgabe- sondern ein Einnahmeproblem. Da müssen wir ran.