Landessportbund (LSB)

Zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragestellungen nehmen wir wie folgt Stellung:

  1. DIE LINKE unterstützt die Forderungen nach einer Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung im Sinne der Vereine und ihrer Aktiven. Die in Bremen aufgetretenen Konflikte zwischen NutzerInnen und AnwohnerInnen hat die Linksfraktion in der Bürgerschaft thematisiert und den Senat aufgefordert, in diesem Sinne tätig zu werden (vgl. die mündliche Anfrage des Abgeordneten Tuncel mit dem Titel „Strafanzeige wegen Sport treibenden Kindern“ vom Dezember 2014 in der Stadtbürgerschaft). Inhaltlich hat sich DIE LINKE in dieser Angelegenheit unmissverständlich an die Seite der Vereine gestellt. Wir erwarten, dass sich der Bremer Senat im Rahmen der Sportministerkonferenz und im Bundesrat für eine praktikable Lösung einsetzt, die Lärmschutz-Klagen gegen Sportvereine deutlich einschränkt. Wir gehen davon aus, dass die Landesregierungen mit einer Beteiligung der LINKEN in Thüringen und Brandenburg diese Position teilen und werden im Rahmen koordinierender SprecherInnentreffen erneut auf dieses Anliegen hinweisen.
  2. Gesundheitsförderung und nichtmedizinische Primärprävention müssen als gesamtgesellschaftliche Aufgaben anerkannt und dementsprechend ausgestaltet werden, dazu gehört selbstverständlich die Beteiligung der Sportverbände am derzeit diskutierten Präventionsgesetz. Von den politischen Akteuren auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene sind Strategien zu entwickeln, wie partizipative Entscheidungsstrukturen von der Konzeption von Projekten und Programmen der Gesundheitsförderung und Primärprävention bis hin zur Qualitätssicherung gewährleistet werden können. Auf Ebene des Landes und der Stadtgemeinde Bremen muss nach unserer Auffassung der LSB in den entsprechenden Gremien beteiligt und eingebunden werden.
  3. DIE LINKE sieht Olympische Spiele in ihrer derzeitigen Ausgestaltung kritisch. In der Vergangenheit wurden die enormen Kosten(steigerungen) der Gesellschaft aufgebürdet, während das IOC in Zürich die Gewinne hortet. Zudem wogen die negativen sozialen und ökologischen Langzeit-Effekte der Olympischen Spiele fast immer schwerer als die kurzfristigen Vorteile (Tourismus, neugebaute Sportstätten usw.).