Kristina Vogt

Listenplatz 1

  • Flash is required!

Zur Person:
49 Jahre alt | ledig | ein Kind (18 Jahre alt) | Abitur in Münster 1984

Zuletzt ausgeübter Beruf:
Rechtsanwaltsfachangestellte

Wohnhaft:
Seit 1984 im Bremer Westen lebend

Politische Aktivitäten:
seit Ende der Siebziger, aber zuvor nie in einer Partei

Seit 2008 Mitglied in der Partei DIE LINKE.

2008 – 2011 sachkundige Bürgerin im Beirat Walle

2010 – 2011 Mitglied im Landesvorstand

Seit Juni 2011 Fraktionsvorsitzende mit polit. Zuständigkeiten:
Bildung, Wissenschaft, Inneres, Medien, Datenschutz etc.

DIE LINKE ist im Land Bremen zu einer ernst zu nehmenden politischen Kraft geworden. Ich werde für ein starkes Ergebnis kämpfen, auch weil wir im Land Bremen in der kommenden Legislatur vor noch drängendere Probleme gestellt sein werden.

Der Riss in Arm und Reich, die verfestigte Armut in Bremen und die kaum vorhandenen Ausstiegsmöglichkeiten sind nach wie vor zentrale Herausforderungen.

Armut ist in erster Linie weiblich, und trifft Kinder und Migranten und MigrantInnen in einem ganz besonderen Maße. Wege aus der Armut hat ein Bremer Senat in den letzten 20 Jahren trotz vieler Worte nicht gesucht.

Auch die rot-grüne Koalition stellt den vermeintlichen Sachzwang vor Taten. Er stellt letztendlich alles unter den Finanzierungsvorbehalt der im Rahmen der Verhandlungen über die Schuldenbremse getroffenen Sanierungsvereinbarung mit dem Bund.

Frühkindliche Bildung, Bildung, Ausbildung und Qualifizierung: Kein Bundesland ist so selektiv wie Bremen. Also muss es in den nächsten vier Jahren weiterhin und verstärkt darum gehen, die öffentliche Infrastruktur gerade in den ärmeren Stadtteilen qualitativ und finanziell zu stärken. Das ist ein Verteilungskampf, aber ein auf Landesebene wichtiger.

Ohne uns gäbe es keinen Druck auf die Koalition und den Senat. Diese Aufgabe ist umso wichtiger, je offener Rassismus im Zusammenhang mit Flucht und Migration salonfähig wird. Wir sind als Gesamtpartei gefordert, dieser widerwärtigen Entwicklung entgegen zu treten. Der Bremer Senat führt aber auch den großen Verteilungskampf nicht.

In den Verhandlungen über die Bund-Länder-Finanzbeziehungen versuchen die Landesfürsten möglichst viel vom zu kleinen Kuchen abzubekommen. Es ist jetzt bereits absehbar, dass die strukturellen Probleme der verschuldeten Bundesländer und Kommunen nicht gelöst werden. Es ist unser Job, auch hier zu drängen. Bereits jetzt wird Bremen nur noch verwaltet.

Bei knapper werdenden Mitteln und einem in Bremen noch stärker mitregierenden Stabilitätsrat muss es auch in der Bürgerschaft eine laute Stimme für die Menschen in Bremen geben, die keine Lobby haben. Dass dies funktioniert haben die letzten dreieinhalb Jahre gezeigt.

Im Schulterschluss mit Betroffenen und deren Vertretungen, durch Auseinandersetzungen mit Initiativen, Personalräten, Gewerkschaften und Verbänden ist es uns gelungen, geplante Kürzungsorgien zu verhindern oder abzuschwächen, nachzusteuern und andere Weichenstellungen hinzubekommen.