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27. Juni 2009 Von Tom Strohschneider, 26. Juni 2009 // und Ralf Krämer

Wie weiter mit Crossover?

Reformpolitik in der Krise: Wie weiter mit Crossover? Überlegungen zur Organisation einer Debatte

Die machtpolitische Selbstblockade im Mitte-Links-Spektrum wird wohl zunächst fortbestehen. Allerdings könnte nach der Bundestagswahl der Druck wieder wachsen, nicht immer nur über rechnerische Mehrheiten, sondern über inhaltliche Konzepte zu streiten. Nicht etwa, damit eine Reform-Koalition in der Krise um jeden Preis geschmiedet wird. Dazu sind die Zweifel an einem solchen Projekt auf der Basis der gegenwärtigen Politikangebote und Personen allzu berechtigt. Der Ausgang der Debatte ist in jedem Fall offen – aber es wäre wünschenswert, wenn sie wieder konsequenter geführt wird. Überlegungen zu einer Diskussion.....

Zum kompletten Beitrag auf dem Blog von Strohschneider.

Der 1974 geborene Strohschneider war Redakteur bei der Tageszeitung "Neues Deutschland" und arbeitet jetzt für die Wochenzeitung "freitag". Er bloggt regelmässig unter lafontaines-linke.de

 

Ralf Krämer (Mitglied des Vorstandes der LINKEN), hat sich zum Thema auch geäussert:

'Crossover': Es geht um einen politischen Richtungswechsel

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre fanden unter dem Label „Crossover“ Debatten zwischen Linken aus der SPD, linken Grünen und Mitgliedern der PDS statt. Es ging darum, politische Grundlagen für eine Mehrheit links von der CDU unter Einbeziehung der PDS zu entwickeln: „Kohl muss weg!“. Mit der Politik der rot-grünen Koalition unter Schröder und Fischer ist dieser Anspruch der Linken in SPD und Grünen grausam enttäuscht worden. Die Entsozialdemokratisierung der SPD war Ausgangspunkt für die Bildung der WASG und den Aufstieg der neuen LINKEN....

Zum kompletten Beitrag auf den Seiten des Sozialistischen Forum Rheinland

 

Historisches: Crossover war eine Initiative der drei Zeitschriften "Andere Zeiten"(geschlossen 2000), "Sozialistische Politik und Wirtschaft" und "UTOPIEkreativ" (geschlossen 2008).

Die Träger dieser Zeitschriften, Menschen aus dem Umfeld von SPD, Bündnis90/Die Grünen und (damaliger) PDS, waren (und sind) der Auffassung, das die Erarbeitung politischer Alternativen zu Massenarbeitslosigkeit, sozialer Spaltung und ökologischer Krise eines breiten Dialoges innerhalb der Linken in der Bundesrepublik bedarf.

Crossover existierte ab 1993 und schlief 2001 ein. Es hat verschiedene Kongresse und Diskussionsveranstaltungen zu Reformalternativen durchgeführt. Zwei Bücher sind erschienen:

"Zur Politik zurück. Für einen ökologisch-sozialen New Deal (1997)“ und

"Regionales Wirtschaften als linke Reformperspektive" (2000).