Im medialen Trommelfeuer der letzten Wochen wurden die sozialen Folgen der "Maueröffnung" am 9. November 1989 konsequent ausgeblendet. Damals Beteiligte wissen natürlich, dass die längst überfällige Öffnung der Staatsgrenze nur ein Mosaikstein in der langwierigen Agonie des Staates DDR war. Es hatte dennoch eine gewisse Logik, dass es ausgerechnet während dieser Medienkampagne zu einem Treffen einiger Unverbesserlicher kam, die sich von 20 Jahren bis zuletzt dem nationalen Taumel der Wiedervereinigung verweigert und von einer sozialistischen Alternative zur real existierenden Bundesrepublik geträumt hatten.
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Quelle: ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 545 / 18.12.2009