DIE LINKE. Bremen
Als 2005 Union und SPD vom Wähler gezwungen wurden, eine große Koalition zu bilden, setzten umgehend Spekulationen darüber ein, dass das Fünfparteiensystem bei weiter zurückgehender Bindekraft der Volksparteien künftig keine klassischen Zweierkoalitionen mehr hervorbringen könne. So lange, wie Dreierkombinationen tabuisiert seien, werde auch 2009 nichts anderes möglich sein als eine Fortsetzung der großen Koalition. Diese Vermutungen begleiteten die gesamte Regierungszeit, und viele "professionelle" Beobachter erwarteten, dass es am Ende wieder nicht für Schwarzgelb reichen würde. Dass es dann doch noch einmal eine klassische Zweierkoalition wurde, ist das eigentlich Sensationelle am Ergebnis der Bundestagswahl 2009.
Quelle: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 51/2009, Thema: Bundestagswahl 2009. . "Aus Politik und Zeitgeschichte" wird von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben.
Quelle: http://www.dielinke-bremen.de/politik/debatte/gesellschaft_politik/regierungswechsel_ohne_wechselstimmung/