Wenn im November zum dreizehnten Mal ein Castorzug von LaHague ins Wendland rollt, dann werden die Aktions- und Protesttage zum Kristallisationspunkt einer Bewegung, die noch lange nicht da ist, wo andere sie sehen (wollen):
am Ziel ihrer Träume? Nö.
Am Ende ihrer Kraft? Das glaubt mal bloß nicht!
Konsens - von wegen!
Die Politik feiert ihren „Atomausstieg“ und hofft, ein unbequemes Thema los zu sein. 8 AKWs sind vom Netz. Die Freude darüber vernebelt aber nicht unseren klaren Blick: Nein - eine logische Konsequenz aus den Ereignissen in Fukushima oder gar ein grundlegender Wandel der Energiepolitik ist dieser „Atomausstieg“ nicht! Nein - dieser „Konsens“ kann nicht unserer sein!
Wir setzen uns ein für ein radikales Umdenken und für Veränderungen - hin zu einer Gesellschaft, in der die Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen, und nicht Wachstum und Profit.
Wir sind noch lange nicht am Ziel!
Der Streit um die sofortige Stillegung der Atomanlagen und um eine menschengerechte Energieversorgung ist noch lange nicht zu Ende. Jetzt erst recht oder gerade jetzt in Zeiten des Umbruchs braucht es die UnruhestifterInnen, die weiter den Finger in die Wunde legen und das „Weiter So“ der herrschenden Energiepolitik stören. Nein, wir lassen uns nicht einlullen von Ausstiegschwärmereien. Nein, wir lassen uns nicht befrieden: unser Widerstand geht weiter!
Der Castortransport im November ist ein Symbol für das „Weiter So“ in der Atompolitik und eine Zementierung des Endlagerstandorts Gorleben. Das geht gar nicht!
Die wilde Mischung machts.
Wir - unterschiedliche Aktionsgruppen aus dem Widerstand - werden uns mit vielen Menschen in das Castor-Geschehen einmischen - mit unterschiedlichen Ideen und Aktionsformen, alle auf ihre Weise. Wir begreifen uns als Teil eines gemeinsamen Widerstandes, und nur gemeinsam werden wir Unmögliches möglich machen. Auch wenn wir Unterschiedliches tun, werden wir uns solidarisch aufeinander beziehen. Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren - sondern werden durch ein buntes und immer wieder überraschendes Zusammenspiel unsere Stärke entfalten:
Zentraler Ausdruck unserer Aktionen soll es sein zu zeigen, dass sich tausende – höchst unterschiedliche – Menschen gemeinsam entschlossen haben, sich dem Castor-Transport in den Weg zu stellen. Egal, wie und woher wir in die Camps und auf die Schiene und Straße kommen - wir haben ein gemeinsames Projekt:
ja: wir stören.
entschlossen - vielfältig - und nachhaltig
Das wagt-Bündnis besteht aus: