Der Umbau des industriellen Kapitalismus hin zu einer ökologisch verträglichen Wirtschaftsweise wird seit Jahren unter Schlagworten wie „Green New Deal“ diskutiert. Tatsächlich sind mittlerweile neue Geschäftsfelder im Umwelt- und Technologiebereich entstanden. Doch was ändert das an den Geschäftsgrundlagen der kapitalistischen Produktionsverhältnisse? Nach dem Reaktor-GAU in Fukushima hat sich in Deutschland eine bemerkenswerte politische Wende vollzogen, markiert vor allem durch den Aufstieg der grünen Partei in der Wählergunst. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung, angesichts schlechter Umfrageergebnisse und weiter drohender Wahldebakel hat die Merkel-Regierung bei der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke eine Rolle rückwärts gemacht. Hatte sie im Herbst 2010 offensichtlich noch dem Diktat der Stromkonzerne gehorcht, war das ein halbes Jahr später völlig anders...
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Dieser Text erschien gedruckt auch in der Nummer 237 "Grüner Kapitalismus" (November/Dezember 2011) der Blätter des Iz3W.