DIE LINKE.  Bremen 


28. April 2010 Von Ruth Jung, Deutschlandradio, 26. April 2010

Die Gewerkschaften und die Krise

Lohn- und Urlaubsverzicht, Kurzarbeit, Frühverrentung: am Ende nützt alles nichts. Die großen Konzerne, sagen viele Beschäftigte bitter, "machen Gewinne und gleichzeitig schmeißen sie die Leute raus". Laut einer aktuellen Studie des Instituts für die Zukunft der Arbeit wird der festangestellte Arbeitnehmer zu einer Rarität, immer mehr Menschen sind in befristeten Jobs, in Teilzeit oder als Leiharbeiter beschäftigt. Die jüngste Krise hat diesen tiefgreifenden Umwandlungsprozess der Arbeitswelt beschleunigt.
Als letzte organisierte soziale Kraft sind die Gewerkschaften übrig geblieben. Doch sind sie den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen, hat nicht vielmehr die Entpolitisierung der letzten Jahre zu einer tiefen Erosion der Gewerkschaftsmacht geführt? Aktuelle Prognosen zeichnen ein eher düsteres Bild gewerkschaftlicher Zukunft. Dem setzen engagierte Gewerkschafter in West- und Ostdeutschland neue Modelle entgegen, denn: "Es ist an der Zeit zurückzuschlagen."
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Die Sendung enthält ua. ein Interview mit Stefan Krull, Mitglied des Vorstandes der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen und ehemaliger VW-Betriebsrat.

Quelle: http://www.dielinke-bremen.de/politik/debatte/gesellschaft_politik/die_gewerkschaften_und_die_krise/