7. Mai 2011
Am 7. Mai 2011 haben sich in Bremen Mitglieder der Senioren-AGs aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bremen getroffen. Nach einem gemeinsamen Arbeitsessen wurde im Büro der Fraktion an einem Entwurf zu einem programmatischen Papier gearbeitet, das eventuell noch in das Bundesparteiprogramm eingebracht werden soll. Grundlage der weiteren Beratung ist ein Papier aus Schleswig-Holstein. Der Programmparteitag in Erfurt Mitte Oktober bietet eine Gelegenheit, Ergänzungen in die vorliegenden Entwürfe einzubringen.
Außerdem wurde wieder das Projekt einer norddeutschen Senioren-AG in der LINKEN diskutiert, um die Belange der Senioren aus dem Schattendasein heraus zu holen. Wir Senioren erwarten von unserer Partei wie von der Gesellschaft insgesamt ein grundsätzliches Umdenken zu einer stärkeren Orientierung der Politik an den älteren und alten Bürgerinnen und Bürgern. Diese stellen mit ca. 20 Millionen den größten „Wählerblock“ und eine ökonomisch starke Bevölkerungsgruppe.
Das nächste Treffen findet am 25. Juni statt.
Rainer Nathow
24. Januar 2011
Liebe LAG Senioren Mitglieder, liebe 50+ Mitmenschen,
liebe auf unserer Interessierten-Liste Stehenden und wen dieser Brief sonst noch erreicht,
erst einmal wünschen wir ein gesundes, gutes und erfolgreiches Neues Jahr!
Wir haben den Kreis für unser jährliches Rundschreiben auf Wunsch einiger Mitglieder und da es auch in anderen Landesverbänden üblich ist, auf die Menschen 50+ erweitert. Wir hoffen damit auf mehr Resonanz für die zu organisierende(n) Veranstaltung(en) und Beteiligung an der Wahl 2011.
Eine Veranstaltung findet auf jeden Fall statt, wie soll es anders sein zum immer wichtiger werdenden Thema: Armut im Alter und alle damit in Zusammenhang stehenden Fragen. Bisher waren davon fast nur Frauen betroffen, die noch nie eine Lobby zu diesem Thema hatten und selbst auch nicht den Mund auftun, lasst uns das ändern!
Aber schon in den nächsten Jahren werden die, die in Rente gehen ziemlich „alt aussehen“ und in die Armutsfalle der völlig ungenügenden, Würde und Menschenrechte, Gesundheit und Pflege, gesellschaftliche Teilhabe verhindernden Grundsicherung rutschen. Siehe unsere Seniorenpolitischen Leitlinien, die in das Wahlprogramm 2011 aufgenommen werden: Prekär Beschäftigte, Langzeitarbeitslose, in Halbtagsjobs Beschäftigte, Frauen, die wegen fehlender Kinderbetreuung und Ganztagsschulen nicht arbeiten können, Behinderte, Chronisch Kranke, MigrantInnen usw.
Bei der Großveranstaltung „Armutskonferenz“ der LINKEN im Juni 2008 im Waldau-Theater waren diese Fragen noch ein Randproblem, obwohl in vielen Gesprächen, in den Papieren der Behörden und Kirchen und dem Referat von Johannes Steffen (Arbeitnehmerkammer), ersichtlich war und wurde, das schon viele betroffen sind und fast die Hälfte der derzeitigen RentnerInnen nur einen Anspruch unter 650,00 € aus der staatlichen Rentenversicherung (davon 95% Frauen) haben.
Vielen Landes- und Ortsverbänden bundesweit, wie auch in Bremen, waren die AGs Senioren, die sich mit diesem Thema beschäftigten nur ein Schulterzucken und gute Worte wert, dies erfuhren wir auf unseren Treffen in Berlin, Hannover und Leipzig.
In der Seniorenvertretung des Landes Bremen, in der Barbara Matuschewski und ich (Heike Tassis) Delegierte sind, wurden unsere Anträge 2008 wohlwollend zur Kenntnis genommen, verwiesen auf Bundesgesetze und „man wolle sie im Auge behalten“ (auf der Delegiertenkonferenz im Herbst mit den Parteien, machte man sich Notizen auf meine Anfrage hin, wir bleiben am Ball!).
Unser Brief könnte lang und länger werden, aber wir lassen es hierbei. Also Leute kommt in die Puschen, auch wenn es Euch in Zukunft nicht betrifft, nur gemeinsam sind wir stark und können etwas verändern.
Unterstützt die LAG Senioren mit Ideen und Taten und Spenden, denn auf unsere Kostenpauschale , wie für Landesarbeitsgemeinschaften vorgesehen und jedes Jahr neu beantragt und nicht behandelt bzw. abgelehnt wegen fehlender Finanzmittel (!) warten wir bis heute.
Unser nächstes Treffen: Donnerstag, den 20.01.11 um 17:00 Uhr in der Doventorstr. 4
Veranstaltungsraum neben Agnes Alpers Büro (wie jeden 3. Donnerstag im Monat)
Gebt uns bitte Rückantwort, wenn Ihr an weiteren Informationen interessiert seid: LAG SprecherInnen: Heike Tassis: Tel.:78290 (AB), Rainer Nathow: rainernathow@gmx.de
Uwe Mosenheuer: uwe.mosenheuer@web.de <mailto:uwe.mosenheuer@web.de>
Mit diesem Brief senden liebe Grüße
Heike Tassis, Uwe Mosenheuer, Anne Renner und Hermann Trautmann
Hauptziel linker Seniorenpolitik ist ein selbstbestimmtes Leben in Würde - auch im Alter. Angesichts der Defizite der heutigen Gesellschaft im Umgang mit dem Alter sowie der beschleunigten Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung, ist diese Zielstellung mit "Reparaturmaßnahmen" nicht zu bewältigen. Notwendig sind vielmehr, so auch die Forderung prominenter Altersforscher, massive Reformen, die geeignet sind, die gesellschaftlichen Strukturen alternsfreundlicher und damit für das Alter entwicklungspotenter zu gestalten. Das betrifft praktisch alle Sektoren des gesellschaftlichen Lebens, die Familienpolitik, die Arbeitswelt, die Alterssicherung, die Forschung und Lehre, die Architektur, die Verkehrsinfrastruktur sowie insbesondere die Darstellung des Alters in den Medien.
In diesem Sinne versteht DIE LINKE Seniorenpolitik als Querschnittsaufgabe, engagiert sich für Gerechtigkeit und Solidarität sowohl zwischen den Generationen wie auch innerhalb der Generation der Seniorinnen und Senioren selbst und wendet sich gegen jede Form von Altersdiskriminierung. Linke Seniorenpolitik schließt die Aktivierung des schöpferischen und Erfahrungspotentials der älteren Generation ebenso ein wie die Ausschöpfung und den Ausbau aller gesetzlichen Möglichkeiten im Interesse alter Menschen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Senioren hat sich im Februar 2008 gegründet, um die Interessen der Senioren im Rahmen der politischen Programmatik der Partei DIE LINKE zu vertreten und dazu für die Parteigremien seniorenpolitische Vorschläge und Aktionsprogramme zu erarbeiten. Hierbei werden wir den Erfahrungsaustausch mit Senioren- und Sozialverbänden, Gewerkschaften und Solidargemeinschaften pflegen.
Gerade in einer Zeit, wo sogar ein früherer Bundespräsident nicht davor zurückschreckt, die junge Generation gegen die alte aufzuhetzen, ist eine offensive Vertretung der Interessen der Generation III im Kontext linker Politik notwendiger denn je.
Offene und verdeckte Rentenkürzungen, Infragestellung der gesundheitlichen Versorgung alter Menschen und fortschreitende Ausgrenzung älterer Menschen aus der Arbeitswelt sind nur 3 exemplarische Themen, die wir aufzugreifen haben, um hier Widerstand gegen und Abhilfe von Missstände/n zu organisieren.
In nächster Zeit werden wir uns intensiv an der anlaufenden Rentenkampagne unserer Partei beteiligen und hierzu Information herausgeben.
Heike Tassis, Tel. 0421 – 78290 und
Rainer Nathow, Tel. 0421 – 7941361 rainernathow@gmx.de
18. März 2010
Auf der heutigen Sitzung der LAG Senioren wurde die SprecherInnen der AG neu gewählt. Die bisherige Sprecherin Heike Tassis und der bisherige Sprecher Rainer Nathow, sowie der Stellvertreter Uwe Mosenheuer stellten sich erneut zur Wahl und wurden für zwei Jahre ohne Gegenstimmen bestätigt.
18. März 2010
Wir begrüßen das „epochemachende Urteil für eine menschenwürdige Existenz" (Zitat Dr. Karl Bronke, Sozialressort Bremen, 13.02.10 Weser - Kurier) des Bundesverfassungsgerichtes am 9. Februar 2010, dass die Berechnung der Regelsätze bei Hartz IV für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt. Die Bundesregierung wird verpflichtet, eine realitätsnähere Neuberechnung bis zum 1.1.2011 vorzunehmen !
Insgesamt gehört Hartz IV auf den Prüfstand, nachdem die bisherige Berechnungsart der Regelsätze hinfällig geworden ist. Dringend nötig ist eine soziale Grundsicherung, die bedarfsorientiert, armutsfest und repressionsfrei ist. Diese Existenzsicherung hat viel mit Sozialismus zu tun, mehr aber noch mit Würde, Freiheit und Demokratie.
Dringend nötig ist es, für mehr Beschäftigung zu sorgen und einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, von dem arbeitende Menschen leben können und aus dem sich im Alter eine ausreichende Rente ergibt. Stattdessen spalten neoliberale Politiker die Gesellschaft noch mehr, indem sie Lohnempfänger gegen Arbeitslose ausspielen, von „spätrömischer Dekadenz" sprechen und dabei nicht etwa die Banker und die Reichen meinen, sondern die Geringverdiener und Hartz IV-Empfänger, also in Armut lebende Menschen. Das ist blanker Zynismus und Klassenkampf von oben. Wir lassen prüfen, ob es sich hierbei um Volksverhetzung nach § 130 Strafgesetzbuch handelt und behalten uns die entsprechenden Konsequenzen vor.
Vergessen werden auch bei diesen Diskussionen wieder einmal die Rentnerinnen und Rentner, die ein Leben lang gearbeitet, viel geleistet, Kinder groß gezogen haben und trotzdem auf Zuzahlung der Grundsicherungssätze, d.h. auf Hartz IV-Almosen angewiesen sind. Sogar den Senioren der FDP ist dies ein Ärgernis, und sie fordern zu Recht in ihrem Programm höhere Leistungen.
Wir, DIE LINKE, fordern die sofortige Einführung einer hinreichenden Mindestrente. Lassen wir es nicht zu, dass Menschen im Stil von Westerwelle gegeneinander aufgehetzt werden. Solidarisieren wir uns! Die Menschen versuchen mit all ihrer Kraft, nicht in die Maschinerie der Hartz-Gesetze zu geraten, und sie setzen dabei oft genug ihre Gesundheit auf's Spiel, um einer Kündigung wegen Krankheit zu entgehen. Ihnen gebührt Hochachtung anstatt Zwangsvermittlung in unterbezahlte ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse. Wo bleiben die 5 Millionen Arbeitsplätze, die soziale Absicherung und Mindestlöhne garantieren?! Wir denken an die Zukunft unserer Enkel und wehren uns gegen Kinderarmut, die immer auch Familienarmut ist, und wir kämpfen für den kostenfreien Zugang zu Bildung und Kultur für alle Menschen. Erst dann kann von menschenwürdigen Lebensbedingungen für Alle gesprochen werden.
Für die LAG Senioren in DIE LINKE Bremen
Heike Tassis, Barbara Matuschewski, Rainer Nathow, Uwe Mosenheuer, LAG Senioren und Unterstützer
"Altersarmut wird in Bremen ein Problem, das mehr als 20%, also mehr als jeden fünften, betreffen kann. Das ist kein Horroszenario der LINKEN, das ist die Einschätzung der Seniorenvertretung in Bremen. Für viele ist das heute schon ein unwürdiges und unser reiches Land beschämdender Zustand. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die Agenda 2010, jenes kriminelle Machwerk von SPDisten wie Schröder, Clement, Steinmeeier und deren Mitläuferinnen und Mitläufern wie Andrea Nahles, Kurt Beck und all dessen unsäglichen politischen Figuren.Unsere Partei muss eine sehr entschiedene Politik zur Sicherung des Lebensstandars im Alter nach einem Leben mit Arbeit und Mühsal betreiben. Selbst die Rentenerhöhung dieses Jahres ist eher ein Hohn als eine Hilfe."
16. März 2009
Mit großem Getöse wird eine klitzekleine Rentenerhöhung hochgejubelt. Es ist wahrlich eine Frechheit, wie dieser neue Rentenbetrug zu einer Wohltat umdeklariert wird. Bei einer Rente von 1000 Euro beträgt die Rentenerhöhung
gerade einmal 24,10 € brutto. Das bestätigt erneut die traurige Wahrheit, daß diese Regierung weiterhin den Rentnerinnen und Rentnern die Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung vorenthalten will. Das Projekt besteht darin, alle diejenigen gesellschaftlich abzukoppeln und auszugrenzen, deren Arbeitkraft nicht mehr direkt ausgebeutet werden kann. Es wird höchste Zeit, daß wir das politische Potential von 20 Millionen Rentnerinnen und Rentnern gegen diese zynische Haltung der wirtschaftlichen und politischen Elite mobilisieren, daß wir ganz harten Widerstand gegen diesen neuen Rentenbetrug organisieren. Die AG SENIOREN trifft sich, um genau diese Mobilisierung in Gang zu setzen. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn viele Rentnerinnen und Rentner ihr Recht erkennen und für ihr Recht gemeinsam mit uns kämpfen! Macht mit! Wehren wir uns!
Rainer Nathow
13. Februar 2009
Der Landesvorstand hat im Rahmen eines Konzepts zur weiteren Entwicklung unserer Partei beschlossen, eine "Öffnung und Verjüngung" der Partei herbeizuführen. So wichtig die weitere Entwicklung unserer Partei ist, wir SeniorInnen haben sehr genau darauf zu achten, was mit "Verjüngung" gemeint ist und wie sie im Einzelnen erreicht werden soll. Der in unserer Gesellschaft allgemein verbreitete, wenig achtsame bis verächtliche Umgang mit älteren und alten Menschen, darf in unserer Partei nicht stattfinden. Gerade unsere AG hat mit aller Konsequenz darauf zu bestehen, dass wir SeniorInnen nicht als "altes Eisen" gesellschaftlich verschrottet werden. Wir sind entsprechend unserem gesamtgesellschaftlichen Anteil in allen Gliederungen und Institutionen unserer Partei zu beteiligen. Und wir sind auf allen Ebenen der Partei an der Weichenstellung, Machtausübung und der gesellschaftlichen Einflussnahme unserer Partei zu beteiligen. Deshalb erwarten wir die uneingeschränkte Solidarität unserer gesamten Partei bei unserem Eintreten für die Rechte alter Menschen in Deutschland und überall in der Welt.
Rainer Nathow