Familienstand: verheiratet
Beruf: Diplom-Pädagogin
Mitglied: DIE LINKE, GEW
Der Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Bildungspolitik. Gleiche Bildungschancen für alle ist das politische Ziel. In den Auseinandersetzungen über die Umstrukturierung des Bremer Bildungssystems ging es in den letzten anderthalb Jahren darum, gemeinsam mit Schüler- und Elternvertretungen, Gewerkschaften und vielen anderen Organisationen eine Schule für alle zu realisieren.
Auch wenn wir dieses Ziel nicht erreicht haben, haben wir doch Teilaspekte realisieren können. Es sind stadtweit/landesweit Netzwerke entstanden und DIELINKE ist in der Bremer Bildungslandschaft ein verlässlicher Partner geworden.
Demokratie lässt sich nur mit anderen gemeinsam verwirklichen und mit Betroffenen vor Ort gestalten. Neben der Tätigkeit in der Deputation arbeite ich mit Eltern, Schülern und Lehrern vor Ort in den Kitas, Schulen und Stadtteilen. Den Schwerpunkt setze ich dabei in die Verbesserung der Situationen in den sozialen Brennpunkten. Hier sind die meisten Menschen von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen. Gemeinsam mit den Betroffenen Verbesserungen erreichen: Hierzu ist die Vernetzung mit allen, die in diesen Stadtteilen leben, arbeiten und politisch tätig sind, von zentraler Bedeutung. So können wir bessere Bildungschancen und Lebensbedingungen vor Ort durchsetzen.
Das Recht auf eine qualitativ hochwertige Bildung muss gesichert sein. Dies beinhaltet auch die Garantie auf einen Ausbildungsplatz, den Zugang zum kostenlosen Studium zu erleichtern und die lebenslange Weiterbildung als öffentliche Aufgabe zu verankern.
Neben den Sozialkompetenzen müssen die Sprachkompetenzen aller Kinder ab der Geburt durchgängig gefördert werden. Sprache ist die Voraussetzung zur Teilhabe an Bildung. Das erfordert nicht nur den massiven Ausbau von Ganztagsangeboten in Krippe, Kindergarten und Schule, sondern bedeutet auch, dass wir die interkulturelle Kompetenz vorantreiben. In einer multikulturellen Gesellschaft gemeinsame Perspektiven entwickeln, statt Menschen mit Migrationshintergrund auszugrenzen. Ebenso gilt, dass für Menschen mit Behinderung das Recht auf vollständige Integration/Inklusion umgesetzt wird.
Gute Bildung kann aber nur nachhaltig wirken, wenn gleichzeitig die Absicherung aller gewährleistet wird: eine Grundabsicherung für alle, der massive Ausbau von tariflich abgesicherten Arbeitsplätzen, insbesondere für Frauen und MigrantInnen. Aber auch das Grundrecht auf gute Wohnverhältnisse und die kulturelle Teilhabe müssen in einer demokratischen Gesellschaft realisiert werden. Die soziale Spaltung muss überwunden werden.