Unsere Beiräte in der Neustadt

Stefanie Möller, Kulturwissenschaftlerin
Meine politischen Schwerpunkte sehe ich im Engagement für eine sozial orientierte Stadtteilpolitik, in der Sicherung von bezahlbarem Wohnraum und kultureller Teilhabe sowie in der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit.
Kontakt über: Mobil (0176-50 15 88 65) und E-Mail 

Wolfgang Meyer
Ich habe Politik und Geschichte studiert, zurzeit mache ich eine Umschulung zum Erzieher. Für den Beirat Neustadt kandidiere ich um die Neustadt als Stadtraum mit kultureller Vielfalt zu erhalten und auszubauen.  Zudem will ich mich dafür einsetzen, dass statt Luxuswohnungen zu bauen, Sozialwohnungen und alternative Wohnprojekte die Neustadt bereichern. Ich möchte mich für einen fahrscheinlosen, öffentlichen Nahverkehr in Bremen einsetzen. Die Beiräte müssen darauf achten, dass der Senat das Geld nicht in teure Prestigeobjekte und in gut situierten Stadtteilen steckt, sondern die Stadtteile und Menschen fördert, die von Armut und Umverteilung zugunsten der Reichen betroffen sind. Der Beirat muss zudem deutlich machen, dass für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Neustadt, wie in ganz Bremen, kein Platz ist.
Kontakt über: Mobil (01590-22 10 564) oder E-Mail wolfgang.meyer@dielinke-bremen.de

Anke Maurer, Erwachsenenbildnerin
Seit 2011 Mitglied im Beirat. „Meine politischen Schwerpunkte liegen in der Umwelt-, Frauen- und Jugendpolitik. Ich möchte mich besonders für mehr "Direkte Demokratie" und den Erhalt unseres Stadtwerders einsetzen.“
Kontakt über: anke.maurer@dielinke-bremen.de

Die gesamte Beiratsfraktion erreichen Sie über die folgende Mail-Adresse:
beiratneustadt@dielinke-bremen.de


Wahlprogramm 2015 bis 2019

Die Neustadt ist ein lebenswerter Stadtteil mit einer bunt gemischten Bevölkerung, der derzeit einen starken Wandel erfährt. Sie wird vor allem als Wohnort immer beliebter und zieht vermehrt junge Familien, Studierende und Kreative an. Öffentliche Einrichtungen und Flächen werden entsprechend stärker genutzt, Wohnraum wird knapper und teurer. Es entstehen neue kulturelle und kommerzielle Angebote, die die bestehenden Einrichtungen positiv ergänzen, aber langfristig auch Verdrängungsprozesse in Gang setzen können. In einem solchen Prozess ist es besonders wichtig, sich aktiv in die Quartiersgestaltung einzubringen und für den Erhalt einer solidarischen Stadtteilgemeinschaft einzutreten.

Beiräte und Bürgerbeteiligung stärken

Wir wollen keine Beteiligungsprozesse, die nur schöner Schein sind, sondern verbindliche Mitwirkungsmöglichkeiten für alle. Die Stärkung der Beiräte ist für uns dabei ein zentrales Anliegen. Für eine echte Bürgerbeteiligung, die ihren Namen verdient, fordern wir weitergehende Entscheidungskompetenzen und eine höhere Budgetverantwortung der Beiräte.

Es müssen Beteiligungsstrukturen entwickelt werden, die möglichst zahlreiche und verschiedene Menschen erreichen. So vielfältig die Neustadt ist, so unterschiedlich sind auch die Interessen und Fähigkeiten, sich Gehör zu verschaffen. Damit Jugendliche mehr zu sagen haben und wirklich Einfluss auf Bereiche nehmen können, die sie selbst betreffen, muss der finanzielle und politische Verantwortungsbereich des Jugendbeirats Neustadt ausgeweitet werden.

Partizipation ist wichtig für das Vertrauen in die Demokratie und die Politik und kann verhindern, dass Menschen sich sozial isoliert fühlen.

Bezahlbarer Wohnraum und öffentliche Freiräume für alle

Während die Neustadt früher noch für günstige Mieten bekannt war, macht sich auch hier zunehmend ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum bemerkbar. Wir fordern eine stärkere Ausrichtung der Wohnungspolitik an sozialen statt an rein wirtschaftlichen Kriterien. Dies gelingt aus unserer Sicht nur über die Schaffung von mehr Wohnraum in öffentlicher Hand und Strategien im Bestand.

Die Nachverdichtung durch Neubauprojekte muss sozial verträglich sein und bestehende Strukturen und ökologische Bedürfnisse im Blick behalten. Hierfür bieten sich vor allem ehemals gewerblich genutzte Flächen an. Die Pläne für die Schaffung von Wohnungen, vor allem für Studierende, im Güldenhausquartier sollten endlich umgesetzt werden.

Die Grünbereiche wie der Werdersee und die Neustadtswallanlagen sowie die Kleingartengebiete sind von hoher Bedeutung für Erholung und Freizeit und müssen daher erhalten bleiben. Öffentliche Räume und Plätze als Orte der Begegnung und Kommunikation müssen ebenfalls geschützt und ausgebaut werden.

Gemeinschaftliche Projekte wie der Stadtgarten auf dem Lucie-Flechtmann-Platz unterstützen wir ausdrücklich, wir positionieren uns daher klar gegen eine Bebauung des Platzes.

Kinder, Jugend und Soziales

Eine ausreichende öffentliche und wohnortnahe Kinderbetreuung ist besonders wichtig für sozial benachteiligte Familien und Alleinerziehende, damit diese nicht in Armutsfallen geraten.

In der Neustadt fehlt es – gemessen am Bedarf – an Krippen- und Kindergartenplätzen und Hortplätzen. Diese müssen dringend ausgebaut werden. Auch die Kinder- und Jugendarbeit in Freizeitheimen und Vereinen muss wieder gestärkt werden.

Die Beschäftigten im Erziehungs- und Sozialbereich sind häufig überlastet und schlecht bezahlt, daher möchten wir diese aktiv in ihren Forderungen nach einer qualitativen Aufwertung dieser gesellschaftlich wichtigen Arbeit unterstützen.

Antirassismus

Die Gründe für Migration sind vielfältig. Meist sind Flucht vor Verfolgung oder Katastrophen oder wirtschaftliches Elend der Anlass. DIE LINKE setzt sich für ein soziales Miteinander mit migrierten Menschen und ihre rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung ein, um ihnen gleichberechtigte Teilhabe am politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben in unserem Stadtteil zu ermöglichen. Wir treten für die menschenwürdige Unterbringung von geflüchteten Menschen ein und werden uns rassistischen Anfeindungen entschieden entgegenstellen.

Wir, die Beiratskandidatinnen und -kandidaten der LINKEN Bremen, werden uns gemeinsam mit Ihnen für eine Neustadt einsetzen, in der Bildung, Gesundheit, Arbeit, Wohnen, Energieversorgung, Kultur und Teilhabe für alle Menschen möglich sind.