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Hartz IV – Neuausrichtung oder Abschaffung

13. September 2018 19:00 – 21:30 Uhr

Eine Podiumsdiskussion mit Dr. Jonas Pieper, Fachreferent vom Bundesverband des Paritätischen, Berlin, Nelson Janßen, armutspolitischer Sprecher und Peter Erlanson, sozialpolitischer Sprecher.

Seit über zehn Jahren steht Hartz IV für Sozialabbau, Armut und Ausgrenzung per Gesetz. Der derzeitige Regelsatz von 416 Euro im Monat ermöglicht keine soziale Teilhabe. Auch arbeitsmarktpolitisch ist Hartz IV ein Flopp.  Nur wenig Menschen finden über den Zwang zur Arbeits-aufnahme dauerhaft den Weg zurück in ein auskömmliches Erwerbsleben.

Dagegen wachsen der Niedriglohnsektor und Leiharbeit und immer mehr Menschen müssen ihr zu knappes Einkommen über Hartz IV aufstocken, damit es zum Leben reicht. Durch das Sanktionierungssystem geraten Betroffene immer wieder in finanzielle Not.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat in diesem Jahr ein Konzept zur Neuausrichtung von Hartz IV vorgelegt. Mit seinen Änderungsvorschlägen am bestehenden System soll die Grundsicherung menschenwürdig gestaltet werden. Aber reicht das aus?

Die Referent*innen werden das Konzept des Paritätischen diskutieren und mit der Forderung der Linksfraktion nach einer sanktionsfreien Mindestsicherung von 1.050 Euro abgleichen. Mit den Expert*innen werden wir Antworten auf alle Fragen suchen und Perspektiven für unsere weitere parlamentarische Arbeit entwickeln.