DIE LINKE. Bremen
Dr. Markus A. Weingardt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg, sowie bei der Stiftung Weltethos, Tübingen, hält am Mittwoch, 10. März, um 20 Uhr forum Kirche, Hollerallee 75, einen Vortrag zum Thema: "Das Friedenspotential von Religionen in politischen Gewaltkonflikten". Vielfach wird vom 'Gewaltpotential' der Religionen gesprochen, oftmals unter Verweis auf die religiös legitimierte Ausübung von Gewalt im fundamentalistisch verstandenen Islam oder historisch im Blick auf die Kreuzzüge. Diesem auch aktuell festzustellenden konfliktverschärfenden Einfluss von Religion steht jedoch ein unterschätztes Friedenspotential der Religionen entgegen, wie es exemplarisch in der friedlichen Revolution der DDR erfahrbar war. Markus A. Weingardt belegt in einer umfangreichen Forschungsarbeit an über 40 regionalen Konflikten, dass Religionen als glaub- und vertrauenswürdige Akteure wahrhaft Friedensstifter sein können. Dieses Friedenspotential muss auch in das Bewusstsein - und Selbstbewusstsein der christlichen Kirchen
gebracht werden, damit es verstärkt wirken kann. Denn das ist - politisch wie theologisch - die eigentliche Sensation, ganz entgegen dem Zerrbild der von Gewalt faszinierten Medien: Es wird Friede auf Erden.