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16. Juni 2011

Michael Mork antwortet Andreas Diers

Vorbemerkung: Wir haben vor einigen Tagen einen Offenen Brief von Michael Mork an Abgeordnete der neuen Bürgerschaftsfraktion veröffentlicht, in welchem er an diese appelliert, Leo Stefan Schmitt nicht weiter als Geschäftsführer zu beschäftigen. Daraufhin gab es eine Replik unseres Genossen Andreas Diers unter dem Titel: „Ist das wirklich verwerflich?“. Hierzu nur eine kurze Anmerkung der Redaktion. Die Headline des ursprünglichen Beitrags ist ein Originalzitat des Fraktionsangestellten Leo Stefan Schmitt und richtet sich an seinen Vorgesetzten, den Abgeordneten Klaus-Rainer Rupp und dessen vermeintliches „verwerfliches“ Vorgehen auf der Aufstellungsversammlung. Nur so wird ein Schuh draus und erst verständlich, warum Michael Mork meint, dass der Fraktionsgeschäftsführer in seinem öffentlichen "unautorisierten" Statement es an der nötigen Loyalität seinem Arbeitgeber gegenüber (wie es jedes Angestelltenverhältnis voraussetzt) hat fehlen lassen und er der Meinung ist, dass der Genosse Schmitt nicht weiter beschäftigt werden sollte. (red)
 

Anmerkungen zu Deinem Leserbrief, lieber Andreas und den von Dir gestellten Fragen: 

„Von wem hätte sich denn der Geschäftsführer … seine Überzeugung autorisieren lassen sollen?“
Geschäftsführer Schmitt hat sich – eben genau in dieser Funktion presseöffentlich geäußert. Dafür ist eine Autorisierung durch die Fraktion nötig gewesen, wie es aussieht war das nicht der Fall, denn sonst hätte er das sicher deutlich heraus- bzw. klargestellt.

„Und müssen sich jetzt alle Parteimitglieder ihre Überzeugung – von wem auch immer – autorisieren lassen?“
Ich denke, dass wir darüber nicht streiten: Du und ich, wir haben unsere Überzeugung, und wir verbreiten sie unautorisiert, und ich weiß, dass ganz viele andere Genossinnen und Genossen das ebenfalls tun. (Das ist z.B. in der AG emanzipatorische Bildungspolitik inzwischen lebendige Praxis.) Nur so entsteht ja ein tragfähiger Meinungsbildungsprozess und er gelingt umso besser, je weniger es zu persönlichen Diffamierungen untereinander kommt. Der Fraktionsgeschäftsführer sollte jedoch in seiner Funktion – insbesondere im Konstituierungsprozess unserer neuen Fraktion ein Vorbild sein. Das – meine ich – muss er wissen, und das ist beim Blick auf eine Fortsetzung, und von ihm vielleicht auch angestrebte zukünftige Rolle, dringend von der Fraktion einzubeziehen.  

Freundlicher Gruß von Michael