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25. September 2011

Ein-Euro-Jobs und andere Arbeitsmaßnahmen

von Britta Littke-Skiera

Liebe Redaktion,

zur Zeit wird von diversen Seiten offensichtlich versucht, Ein-Euro-Jobs  und andere Arbeitsmaßnahmen zu erhalten. Neben der  Gefahr der Vernichtung von regulären Arbeitsplätzen durch Ein-Euro-Jobs und ähnlicher öffentlich geförderter "Beschäftigung" gibt es weitere gravierende Nachteile für die in diesen Maßnahmen arbeitenden Menschen. Egal, welche Arbeit eine Person verrichtet, sie muss davon in menschenwürdigen Verhältnissen leben können. Das ist jedoch bei den Ein-Euro-Jobs etc. offensichtlich politisch nicht gewollt.

Des weiteren wird nicht erwähnt, dass es sich neben der freiwilligen Teilnahme an Ein-Euro-Jobs immer häufiger um  Zwangsarbeitsmaßnahmen unter Androhung der Streichung sämtlicher Leistungen handelt. Diese Maßnahmen werden häufig Menschen auferlegt, die die individuellen Voraussetzungen zur Bewältigung dieser Arbeiten überhaupt nicht erfüllen. Krasses Beispiel hierfür sind Ein-Euro-Jobs für Schwangere. Ein Teil der betroffenen Frauen kann bzw. darf die Arbeit aufgrund des individuellen Schwangerschaftsverlaufs oder anderer gesundheitlicher Einschränkungen nicht ausführen. Hier wurden in jüngster Zeit mehrere Fälle vom Erwerbslosenverband kritisiert, wo die Gesundheit der Mütter und das Leben der ungeborenen Kinder durch erzwungene Ein-Euro-Maßnahmen der zuständigen Jobcenter gefährdet wurden.

Auch nicht erwähnt wird, dass Ein-Euro-Jobs  zu einer Sackgasse werden und den Verbleib in Bedürftigkeit  zementieren können, also gerade nicht den erhofften Wiedereinstieg in das  Arbeitsleben ermöglichen.

Unter diesen Aspekten ist die Reduzierung von Ein-Euro-Jobs und ähnlicher unterbezahlter Zwangsarbeitsmaßnahmen nur zu begrüßen.