
Gestörtes Vertrauensverhältnis. Leo Schmitt spricht öffentlich von Korruption bei der Aufstellungsversammlung.
Michael Mork, ehemaliges Vorstandsmitglied des Landesverbands DIE LINKE in Bremen und Sprecher der AG Bildungspolitik, hat einen Offenen Brief an Abgeordnete der neuen Bremer Linksfraktion geschickt, indem er an diese appelliert, den Fraktionsgeschäftsführer Leo Schmitt aufgrund seiner öffentlich geäußerten Korruptionsvorwürfe nicht weiter zu beschäftigen. Wir dokumentieren seinen Brief an dieser Stelle. (red)
Lieber Cindi
Leo Stefan Schmitts Darstellung von Vorgängen um die Aufstellung unserer KandidatInnen für die Bürgerschaftswahlen 2011 in Bremen im WK von heute sind – unabhängig davon, was im Einzelnen daran wahr oder unwahr sein mag – seiner Funktion als Geschäftsführer der scheidenden Fraktion völlig unangemessen.
Indem er sich mit seiner nicht autorisierten Überzeugung an die lokalen Medien wendet, maßt er sich eine Kompetenz an, die deutlich macht, dass er weder in der Lage noch bereit ist, qualifizierte Arbeit für eine zukünftige Identität stiftende Fraktionsentwicklung zu leisten. Dies war allerdings bereits anlässlich des vergangenen Parteitag durch seinen emotionalisierenden wie auch diffamierenden Beitrag zu befürchten.
Schmitt muss sich als Geschäftsführer und politisch erfahrener Mensch der Wirkung solcher Äußerungen nach innen wie außen bewusst sein, und er trägt für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit allein die Verantwortung.
Ich bitte Dich daher dringend, ihn nicht als Fraktionsgeschäftsführer weiter zu beschäftigen.
Alles Gute Dir und der Fraktion wünscht Michael
[Michael Mork, 8. Juni 2011]
Bericht Weser-Kurier vom 8.6.2011