rezensiert von Wolfgang Storz
Kann die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich eine Volkswirtschaft zerstören? Ist also Ungerechtigkeit nicht nur ein moralisch-ethisches, sondern ein handfest volkswirtschaftliches Problem? Gustav Horn sieht das so.
Der renommierte Volkswirtschaftler Horn geht davon aus, dass die Finanzmarktkrise noch lange nicht gebannt ist, weil ihre Hauptursache noch nicht beseitigt wurde: die zunehmende Ungleichheit. Die Politik habe die Lehren aus dem Debakel nur kurz debattiert und dann vergessen, schreibt Horn. Sein entscheidender Befund: «Deutschland hat sich auf den Weg zu einem plutokratischen System begeben, einem System also, das der Herrschaft des Reichtums unterliegt.»
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Horn, Gustav A.: Des Reichtums fette Beute. Wie die Ungleichheit unser Land ruiniert, Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011, 270 Seiten
Quelle: WOZ Die Wochenzeitung, Ausgabe vom 9. Februar 2012, Zürich