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15. April 2011

Marsch der PflegerInnen und ÄrztInnen

Peter Erlanson, Mitglied des Aufsichtsrats der Gesundheit Nord und Faktionsvorsitzender der LINKEN in der Bürgerschaft

Roman Fabian, BR-Vorsitzender Klinikum Bremen-LDW

Protest vorm Eingang des LDW

Nach einer Betriebsversammlung gingen die PflegerInnen und ÄrztInnen des Klinikums Links der Weser auf die Straße. Sanierung ja, aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht auf dem Rücken der PatientInnen und MitarbeiterInnen – so ihre Forderung.

Nach einer knapp einstündigen Betriebsversammlung am Donnerstag, dem 14. April 2011 gingen die MitarbeiterInnen des Klinikums Links der Weser, einem Haus der Gesundheit Nord (GeNo) auf die Straße. Der Protestmarsch wurde als gemeinsam verbrachte Pause deklariert.

Bremen muss sparen, die Kliniken saniert werden, In den letzten beiden Jahren sind bereits circa 30 Stellen abgebaut worden. „Es ist Schluss, es kann nicht weiter Personal abgebaut werden“; so fasste  Betriebsrat Roman Fabian die Situation zusammen. Es werde gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen und „eine auffällig hohe Personalfluktuation“ sei zu beobachten.  Dem kann sich Peter Erlanson, Mitglied des Aufsichtsrates der Gesundheit Nord und Fraktionsvorsitzender der LINKEN. In der Bremischen Bürgerschaft nur anschließen, Immer wieder würden PflegerInnen, die eigentlich frei hätten, zur Arbeit beordert, gearbeitet würde unter Zeitdruck und die PatientInnen blieben dabei auf der Strecke und könnten nicht mehr so versorgt werden, wie es eigentlich sein müsste, kritisierten die Beschäftigten die Situation. Zudem werde immer öfter auf Leiharbeitsfirmen zurückgegriffen. Die Beschäftigten zumindest spüren inzwischen den Mangel und scheinen an der Grenze des Machbaren angelangt zu sein.

Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund klagt über eine zu hohe Belastung der Ärzte. Bundesweit würden über 20 Prozent der Mediziner bis zu 80 Stunden in der Woche arbeiten. Über die Hälfte kann sich vorstellen, die Arbeit im Krankenhaus aufzugeben.

Staatsrat Hermann Schulte-Sasse sieht das anders und sagte zu einer Reporterin von "Bunten un Binnen", dass die Behandlungen auf einem hohen Niveau stattfinden würden. Mag sein, aber ist das nicht auch dem Engagement der MitarbeiterInnen geschuldet? Die nämlich sagen ganz klar, dass der Mensch im Mittelpunkt der Medizin stehe.
Sabine Bomeier

Klinikprotest im Klinikum Links der Weser, Buten un Binnen hier