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10. März 2009

222. Montagsdemo: Der Armutsbericht des Senats und das Theaterstück von Aristophanes: "Plutos, oder: Wie der Reichtum sehend wurde"

Elisabeth Graf, Bremer Montagsdemo

1. Es scheint nicht zu genügen, dass die „Arbeitnehmerkammer“ in den vergangenen Jahren regelmäßig Untersuchungen zu diesem Themenkomplex vorlegte. Als ob dies zur Problemlösung beitragen könne, legte nun auch erstmals der Senat einen Armutsbericht vor. Offenbar muss der Senat es erst selbst schreiben, bevor er glauben kann, dass Bremen eine geteilte Stadt ist und dass dramatische Unterschiede zwischen den Stadtteilen existieren. Ich werde später noch auf das Theaterstück von Aristophanes zu sprechen kommen, der schon damals schrieb, dass eine Stadt sowohl Stadt der Armen als auch gleichzeitig Stadt der Reichen sei! Es ist ansonsten ja nicht so, dass nicht schon längst bekannt wäre, dass zum Beispiel Männer im privilegierten Schwachhausen acht Jahre länger leben als im finanziell schwachen Gröpelingen.

Der „Weser-Kurier“ schreibt, dass sich Arm und Reich immer konsequenter voneinander trennen, was nicht nur die Teilhabe am öffentlichen Leben, sondern natürlich auch den Wohnort betreffe. Die Segregation, also die soziale Entmischung in den einzelnen Stadtteilen, wächst, die Gettobildung boomt. Als benachteiligt werden immer wieder Tenever und Gröpelingen genannt. 16 Ortsteile werden in den vorliegenden Unterlagen als „gefährdet“ bis „prekär“ eingestuft. Hier bestehe für die Menschen ein Armutsrisiko und die Gefahr, dass sich Armut verfestige. Jedes dritte Kind braucht Hilfe! Der Aufschrei ist erwartungsgemäß groß, wenn gerade Kinder in besonderem Maße von Armut betroffen sind. Wie wir alle wissen, gelten sie ja zu den unschuldig in Armut Verharrenden, also zu den „guten Armen“!

Nur sitzen Kinder nicht wie „Kevin allein zu Haus“ in den benachteiligten Stadtteilen, sondern müssen immer im Zusammenhang mit ihren armen Müttern oder Familien betrachtet werden. So ist es natürlich kein Wunder, dass Frauen laut diesem Bericht zu der Gruppe gehören, deren Gefährdung, von Armut betroffen zu sein, überproportional steige. Bei fast einem Drittel der Mütter wird der Lebensunterhalt von Familienmitgliedern gesichert. Wenn die Beziehungen aber unsicher seien, werde die „Versorgerehe“ zur „Armutsfalle“. Als Hauptgrund für die Armut gilt Arbeitslosigkeit. Vermutlich müsste zunehmend mehr auch die beschämend niedrige Entlohnung gerade weiblicher Erwerbsarbeit genannt werden. Ich finde es skandalös, wie unsere Gesetzgebung zulässt, dass der Arbeitslohn in Bremen von 2000 bis 2006 real um ein Prozent sank, während gleichzeitig die Einkünfte aus Kapital um 23 Prozent ansteigen durften!

Mir persönlich ist es auch ein völliges Rätsel, warum unsere Gewerkschaften nur für einen lächerlichen Mindestlohn von 7,50 Euro „kämpfen“. Existiert diese Arbeitnehmervertretung nur noch pro forma, leidet sie an kollektiver Dyskalkulie – oder wieso merkt sie angeblich nicht, dass sich mit einem solch niedrigen Mindestlohn die Armut nur noch weiter auf dem Niveau von Hartz IV verfestigen und eine Altersarmut unvorstellbaren Ausmaßes zementieren muss? Was der Senat wohl auf den Tisch legen wird, um Maßnahmen gegen soziale Ausgrenzung zu ergreifen? Ob diese ebenso sinnentleert sein werden wie die Mindestlohnforderung der Gewerkschaft?

2. Alle Jahre wieder tagt der UN-Frauenrechtsausschuss und wirft nun der Bundesregierung unzureichendes Engagement in der Gleichstellungspolitik vor. Obwohl Deutschland 1980 die UN-Frauenrechtskonvention unterschrieb, muss der deutschen Regierung vorgeworfen werden, dass sie keine aktiven Maßnahmen ergreift, um die Diskriminierung von Frauen zu beseitigen! Mit „Gender-Mainstreaming“ soll die Politik prüfen, ob Männer und Frauen gleichermaßen von ihrer Politik profitieren. Das Komitee bedauere, „dass die Regierung sich von ihrer ‚Gender-Mainstreaming-Politik‘ abwendet“. Das Finanzministerium teilte ungeachtet der sich verhärtenden Benachteiligung von Frauen in Deutschland lediglich lapidar mit, „Gender-Budgeting“ sei „nicht sinnvoll“. Obwohl der Unterschied zwischen den Einkommen von Frauen und Männern mit 23 Prozent größer ist als in den meisten anderen europäischen Ländern, wird dagegen ebenso wenig unternommen wie gegen die immer weiter auseinander driftende Schere zwischen Arm und Reich!

Nach wie vor sitzen in Deutschland auch zu wenige Frauen in den Chefsesseln. Dabei sieht es die Frauenrechtskonvention ausdrücklich vor, dass ein Staat „zeitweilige Sondermaßnahmen“ vornehmen darf, um Diskriminierungen abzubauen. Die Linkspartei fordert schon lange, dass nur noch Firmen mit Gleichstellungsplan öffentliche Aufträge erhalten sollen. Warum der Ausschuss hingegen ausdrücklich das Elterngeld lobt, bleibt mir ein Rätsel. Soll mal wieder nicht gewusst werden, wie sehr es an den Bedürfnissen der Mehrheit der Eltern vorbeigeht und dass die untersten Einkommensschichten nur noch die Hälfte des Elterngeldes bekommen? Eigentlich verwundert es nicht, dass das Bundesfamilienministerium diese Untersuchung nicht veröffentlicht. Auch dass Deutschland, was die Zahl der Frauen in öffentlichen Führungspositionen angeht, im europäischen Vergleich an drittletzter Stelle steht, wird auf der Website verschwiegen. Stattdessen heißt es: „Allein im Kabinett ist der Anteil von Frauen mit einer Kanzlerin und sechs Bundesministerinnen sehr hoch.“

3. Am Sonntag war Internationaler Frauentag. Solange wir ihn feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben. Dabei ist die Gleichstellung gesetzlich verankert. Das diesjährige Motto „Noch nicht am Ziel“ ist in meinen Augen beschämend nichtssagend und lapidar. Es reiht sich problemlos in die allzu oft leeren Politikerworthülsen ein. Von Chancengleichheit kann traurigerweise selbst im eigentlich reichen Deutschland noch immer keine Rede sein, wenn gerade durch den Neoliberalismus der Backlash immer stärkeren Rückenwind erhält und die Unterschiede zwischen Männern und Frauen selbstverständlich nur zu unseren Lasten wieder weiter auseinandergehen. Wenn ich mir angucke, dass die Schulabschlüsse der Mädchen und die beruflichen Qualifikationen der jungen Frauen weitaus besser und höher als die der Jungen sind, müssten sich diese Positionen doch auch in den Führungsetagen, auf den Chefsesseln, in Aufsichtsräten und Top-Jobs, in den Spitzen von Politik, Wissenschaft und Forschung weiter fortsetzen und wiederfinden!

Aber weit gefehlt: In den höheren Gehaltsklassen nimmt der Frauenanteil zunehmend ab, bis er sich fast ganz in Luft und keinesfalls in Wohlgefallen auflöst. Es liegt mal wieder an der leidigen Kinderfrage beziehungsweise daran, wer sich um den Nachwuchs kümmert, wenn sich frau aus Karrieregründen keinen langen Erziehungsurlaub nehmen darf. Es liegt auch an den Frauen selbst, dass sie zu zurückhaltend auftreten, wenn es um Lohnforderungen geht. Noch immer müssen Frauen einen Spagat meistern, wenn sie in Deutschland die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unter einen Hut bekommen wollen. Es bedarf da schon eines Spitzengehaltes wie das unserer Familienministerin, um sich die notwendigen Hilfen für die Familienarbeit kaufen zu können.

Frauen werden auch deswegen noch immer so grottenschlecht bezahlt, weil ihre Tätigkeit nach wie vor nicht ernstgenommen wird, sondern als Liebesdienst an der Familie, an Kindern, Alten und Kranken oder als Zubrot zum Hauptverdienst des Ehemannes. Nicht umsonst hört die am besten bezahlte Frauenarbeit geldmäßig bei der Erzieherin gerade da auf, wo die am schlechtesten bezahlte Männerarbeit beginnt! Weil Ehefrauen bei der Krankenkasse mitversichert sind, nehmen sie oft nur einen Mini-Job auf, der natürlich automatisch eine Altersarmut bei den Frauen nach sich ziehen muss. Teilzeitjobs sind immer noch eine Sackgasse für die Karriere. Außerdem ist die Zahl der Mini-Jobs auf Kosten der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsstellen drastisch ausgebaut worden. Die Bremer Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe fordert deshalb verbindliche Regelungen zur Frauenförderung. Die Quote habe sich sehr bewährt – freiwillige Vereinbarungen brächten dagegen nichts.

4. Anlässlich des Internationalen Frauentages brachte die „Tageszeitung“ ein Magazin zum Thema heraus. In einem Interview sagt der Sozialpsychologe Rolf Pohl, dass Frauen kaum noch offen diskriminiert würden, die Männer jedoch weiterhin das Gefühl bräuchten, die Mächtigeren zu sein, denn die meisten Männer hätten Angst vor Frauen. Heute würde sexistisches Verhalten nicht mehr offen formuliert, sondern sei offiziell verpönt. Heute spreche er auch nicht mehr davon, im Patriarchat zu leben, sondern in einer „männlich dominierten Gesellschaft“ mit klaren Geschlechterhierarchien. Niemand sagt mehr: „Eine Frau darf nicht Bundeskanzlerin oder Führungskraft werden“. Aber die Eigenschaften, die etwa dem Amt von Frau Merkel zugeschrieben werden, sind einer positiven Vorstellung von dominanter Männlichkeit entliehen. Auch wenn viele Männer versuchen, in privaten Beziehungen die Idee der Gleichstellung zu leben, hat doch meist automatisch derjenige mit dem größeren Portemonnaie eher den Zugang zur Macht.

Die tabuisierte Frauenverachtung taucht in Witzen immer wieder auf. Die männliche Identität sei so konstruiert, dass sie sich selbst aufwertet, indem sie unbewusst die Frauen abwertet. Deshalb kommt es in reinen Männerrunden manchmal zu Verbrüderungsszenen, in denen Frauen sexualisiert und als minderwertig markiert werden, etwa beim gemeinsamen Puffbesuch: Frauen haben dort Männer zu bedienen, und Männer können ihre heterosexuelle Potenz vor den anderen demonstrieren. Das vorherrschende Männlichkeitsprinzip schreibt dem Mann Autonomie vor und dass er Kontrolle über alles haben müsse. Weil er sie aber weder über seine Sexualität noch über die Frauen hat, mache ihm dies in zweierlei Hinsicht Angst. Da sich Feministinnen der Kontrolle entziehen, reagieren viele Männer nahezu allergisch auf sie.

Es scheint zweifelhaft, dass Eltern ihre Söhne zum Antisexisten erziehen können, solange es gesellschaftlich verpönt ist, dass auch Männer ihre Hilfsbedürftigkeit zugeben. Es hängt sehr davon ab, welche Form von Männlichkeit gerade die Väter repräsentieren. Der Vater kann nach außen wie ein „neuer Mann“ wirken, aber unbewusst weiter seine Frau abwerten, etwa indem er sich als Supervater inszeniert, der alles besser kann. Dann hat er wieder das traditionelle Männlichkeitsbild vermittelt. Die meisten Männer reagieren leider eher peinlich berührt, wenn sie dazu aufgefordert werden, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen.

5. Aus der Freiheit, den eigenen Körper zu präsentieren, ist das Diktat der ständigen Sexiness der Frau geworden. Ähnlich wie die Autorin irritiert es auch mich immer wieder, wenn ich ganz junge Frauen sehe, die sich in modische Kleidung zwängen, die sich bestimmt nicht körperlich angenehm anfühlen kann. Da werden die Füße in unbequeme, zu kleine und der Jahreszeit nicht angemessene Schühchen gequetscht, da wird in Mini-Rock und Seidenstrumpfhöschen in winterlicher Kälte gebibbert, um allzeit schön und sexy zu sein. Es soll schon das erlaubt sein, was gefällt, aber warum wird diese Freiheit heute so restriktiv genützt? Warum pochen heute Feministinnen auf das reichlich lästige „Recht“, sich ihre Beine rasieren zu dürfen, während ganz junge Mädchen eine komplette Intimrasur praktizieren, weil alles andere in der Clique als „eklig“ gelten würde?

Warum müssen eigentlich auf einmal dauernd alle sexy sein wollen? Weil das, was früher in erster Linie als äußerer Zwang wahrgenommen wurde, heute nach innen gerutscht ist? Die Disziplinierung des möglichst normgerecht erotischen Körpers – die Normen gibt es gratis aus der Mainstream-Popkultur – geschieht eben nicht, weil frau muss, sondern weil sie will. Ist das nun selbstbestimmt sexy – oder sexistisch? Es wäre schön, wenn mit dem neofeministischen Slogan „Frauen dürfen sexy sein wollen, aber sie dürfen es nicht müssen“ alles gesagt wäre. Der Sexismus ist auch heute noch omnipräsent. Von Plakatwänden und aus dem Fernsehen werden uns Waren mit Bildern von Frauen mit sexuell attraktiven Körpern verkauft.

Politikerinnen und Stars der Unterhaltungsbranche müssen beständig damit rechnen, dass ihr Äußeres einer erbarmungslosen Analyse unterzogen wird, während Männer nur bei auffälligsten Style-Querschlägern mit Kommentaren zu rechnen haben. Frauen zeigen sich und ihre ausgezogenen Körper oft so verletzlich, während Männer die ihren eher zugeknöpft und unangreifbar präsentieren. So erscheint es halt auch als normal, wenn Frauen sich sehr viel Zeit für die Herstellung ihrer äußeren Fassade widmen, um möglichst gut und sexy auszusehen! Faktoren wie Bequemlichkeit oder Beweglichkeit werden dabei dann vollkommen außer Acht gelassen. Die immer unrealistischeren Anforderungen an junge Frauen, sexy, schlank und zu allen Demütigungen bereit zu sein, wie ein werdendes „Supermodel“, werden in der Bewertung von jungen Körpern, anhand ihrer sexuellen Attraktivität, als selbstverständlich etabliert.

6. Gestern Abend sah ich mir im „Concordia-Theater“ mit einigen Mitstreitern der Montagsdemo die Komödie „Plutos, oder: Wie der Reichtum sehend wurde“ von Aristophanes an. Schon etwa vierhundert Jahre vor unserer Zeitrechnung war offenbar genauso aktuell, was uns heute auf den Nägeln brennt und uns die Zornesröte über die ungerechte Verteilung von Reichtum und Besitz ins Gesicht schießen lässt. Der anständige Chremylos muss in Armut leben, während zahlreiche Verbrecher ein immer größeres Vermögen anhäufen. Um zu erfahren, ob sein Sohn auch vom Weg der Tugend abkommen soll, um später ein besseres Leben als sein Vater führen zu können, wendet er sich an das Orakel von Delphi. Er trifft auf seinem Weg auf einen alten, gebeugten Mann: Plutos, den Gott des Reichtums. Weil dieser zudem blind ist, kann er nicht sehen, wie ungerecht er seine Gaben verteilt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er fragt, warum die Reichen denn so ein großes Übel seien. Chremylus antwortet so wunderbar, damals so gültig wie heute, gerade in Bezug auf die sogenannte Bankenkrise:

Ein Übel, eine Pest sind sie, ein Aussatz
Von außen Biedermann, von innen Kehrichtgrube!
Stets gut gewaschen, werfen sie mit Dreck
Stets gut gekämmt, verwüsten sie unser Land
Stets gut gekleidet, ziehen sie uns aus
Stets gut genährt, verordnen sie uns Hunger
Stets gut gelaunt, rührt sie nicht unser Jammer
Stets gut versichert, säen sie den Sturm
Und ernten Dividenden und Renditen!
Und wenn’s wo kracht, begraben uns die Trümmer.
Sie machen ihren Schnitt – wir sind’s, die bluten!
In ihren Taschen klimpert unser Geld
In ihren Häusern sind wir nicht gelitten
In ihren Straßen räumen wir den Müll weg
In ihren Speichern häuft sich, was uns mangelt
In ihren Köpfen sind wir nichts als Zahlen
In ihren Augen sind wir Lumpenhunde
Vor ihren Pflügen gehen wir als Ochsen
In ihren Mühlen werden wir zermahlen
Auf ihrem Amboss werden wir zerhämmert
Von ihren Rednern werden wir belogen
In ihren Kriegen lassen wir uns schlachten!
Und du fragst mich, ob sie ein Übel sind?
Sie sind die Geißel und die Schrecken dieser Zeit
Und kein Spartiate dringt, kein Perserkönig
Barbarisch auf uns ein wie deine Reichen!

Wir waren begeistert von dem Stück, das sich in praktisch jede Epoche des vermaledeiten Kapitalismus hineinsetzen lässt. Doch in der Pause nutzte ich die Zeit und las auf den Aushängen, dass die Arbeitsagentur die Schauspieler in dieses Theater vermittle. Böses ahnend – zum Beispiel Ein-Euro-Jobs – fragte ich mich durch und erfuhr, dass alle Akteure ausgebildete Schauspieler seien, die zum Teil frisch von der Schule kämen und hier von der Arbeitsagentur eine „Chance“ erhielten, die als „eine Art Fortbildung“ zu verstehen sei und ein halbes Jahr dauere. Aha, sie erhalten keinen Cent für ihre tollen Auftritte, sondern müssen darauf hoffen, dass sich im Zuschauerraum ein Theaterregisseur befinden möge, der an den Schauspielern Interesse zeigt!

Dafür ist dieses sehenswerte Stück in meinen Augen allerdings gänzlich ungeeignet, weil nur die Hauptrollen herausragen und identifizierbar sind und außerdem Masken getragen werden. Selbst Ein-Euro-Jobber erhalten eine geringe Mehraufwandsentschädigung von etwa 160 Euro monatlich zum spartanischen Arbeitslosengeld II. Das müsste den talentierten Schauspielern auch gegeben werden! Das Argument, dass andere in einer Fortbildung auch kein zusätzliches Geld bekämen, zählt für mich nicht, denn andere müssen nur Gelerntes aufnehmen und es nicht mittels einer Sonderdarbietung repräsentieren. Gerne wüsste ich, wie viel Geld das „Concordia-Theater“ pro Nase, pro Monat für die „Fortbildung“ der Schauspieler bekommt. Sind es hier, wie bei anderen Trägern, auch zwischen 300 und 1.500 Euro?
Elisabeth Graf (parteilos, aber Partei ergreifend)
Quelle: www.bremer-montagsdemo.de