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21. April 2009

Real-SB-Warenhaus im Roland-Center muss bleiben!

Das Real-SB-Warenhaus im Roland-Center soll geschlossen werden. Ein Termin steht noch nicht fest. 70 Arbeitsplätze sollen wegfallen; die Nahversorgung für den Stadtteil Huchting würde zumindest stark eingeschränkt; das Roland Center selber würde einen der wichtigen sogenannten "Anker-Mieter" verlieren.

Die Beschäftigten haben eine Initiative gestartet und wollen am 8. Mai ab 14 Uhr mit einer symbolischen Menschenkette gegen die geplante Schließung protestieren. An der Information im Real-Markt liegen Unterschriftslisten zur Unterstützung des Protests aus. Die Unterschriftenliste und das Flugblatt können hier ausgedruckt werden.

Der Einzelhandel wird zur Zeit an allen Ecken und Enden reorganisiert und restrukturiert und zu einem undurchdringlichen Verflechtungsknäuel verschlungen. Und immer geht um Kostensenkungen und Personalabbau. Die Real SB-Warenhaus GmbHs (früher Real-Kauf) gehören zur Zeit zur Metro-Gruppe und betreiben in Deutschland 349 Warenhäuser, 50 in Polen, 14 in Rumänien, 11 in der Türkei und 10 in Russland (Stand: September 2007). 2003 wurden die Real-SB-Warenhäuser mit den Extra-Verbrauchermärkten verbunden. Teile von Extra wurden zu Realmärkten umfirmiert, andere Extra-Märkte wurden an die Rewe-Gruppe veräußert. 2006 kaufte die Metro-Gruppe 85 SB-Warenhäuser des US-amerikanischen Wal-Mart-Konzerns, der sich aus Deutschland zurückzog.

Die Real-Märkte sind in vier getrennten GmbHs organisiert. Die kleinste GmbH wurde gegründet mit dem Ziel, die Beschäftigten nicht nach Einzelhandelstarif bezahlen zu müssen. Der Plan musste aber nach heftigem Streit mit ver.di aufgegeben werden. (Quelle: Wikipedia)

Der Metro-Konzern hatte im Januar 2009 ein großes Sparprogramm bis 2012 angekündigt, wobei 15.000 seiner weltweit 300.000 Stellen gestrichen werden sollen. In der Zahl enthalten seien die Stellenstreichungen bei den Metro-Großverbrauchermärkten und bei Real. Bei Real gehe es um eine Reduzierung von 4.000 Stellen. Das gesamte Sparprogramm solle das Ergebnis der Group bis 2012 um 1,5 Mrd. € verbessern. (Quelle: Financial Times Deutschland v. 20.01.09)
Sönke Hundt