25. Oktober 2018

Trend zu immer mehr Einweggetränkeverpackungen stoppen - Das Mehrwegsystem stärken

Das deutsche Verpackungssystem für Getränke ist für Verbraucher*innen nicht immer nachvollziehbar: Es gibt Einweg- und Mehrwegprodukte aus Glas und Plastik.

Auf einigen Flaschen ist gar kein Pfand, auf anderen 8 Cent, 15 Cent oder 25 Cent. Beispielsweise ist eine Flasche Wasser pfandpflichtig, Fruchtsaft, Wein und Spirituosen hingegen nicht.

Vor 15 Jahren wurden das sogenannte Dosenpfand beschlossen, was einen Teil der Einwegverpackungen in das Pfandsystem integriert hat. Pfand bedeutet seitdem nicht mehr, dass es sich um Mehrwegverpackungen handelt, viele Pfandverpackungen werden nach einmaligem Gebrauch eingeschmolzen. Der Anteil von Alu-Dosen ging daraufhin insbesondere bei Bier kurzfristig zurück, nahmen zuletzt aber wieder erheblich zu.

Die Mehrwegquote sinkt seit Jahren, obwohl sie  diverse Vorteile haben: Ihre Logistikketten sind in der Regel kürzer und sie erzeugen während ihrer Nutzungsdauer erheblich weniger Co2. Um das gesetzlich verankerte Ziel von 70 Prozent Mehrweg zu erreichen, sind deshalb zwei Maßnahmen notwendig:

Ein Abbau der Ausnahmen und eine sogenannte Lenkungsabgabe auf Einwegprodukte, die den Trend zu immer mehr Einweg, den große Discounter und Hersteller wie Coca Cola eingeschlagen haben, mit angemessenen Kosten belegt.

Mit einem Antrag, den Sie hier einsehen können, soll dies erreicht werden.