5. Mai 2018

LINKE lehnt militärisches Spektakel im öffentlichen Raum ab

Symbolfoto (Quelle: www.pixabay.com/de/staatsakt-genscher-hans-dietrich-1339306/)

Gestern Nachmittag fand zum wiederholten Male die Vereidigung der Soldaten als öffentliche Schaustellung überkommener Traditionen statt. Unter Klängen eines Heeresmusikcoups aus Hannover marschierten die Rekruten auf den öffentlichen Platz im Fischereihafen und unterwarfen sich den überkommenen Ritualen.

Günter Matthiessen lehnt diese Zurschaustellung von militärischen Zeremonien im öffentlichen Raum ab. "Gerade Bremerhaven hat hier eine unrühmliche Geschichte", so der Stadtverordnete der Seestadt.

"Zu erinnern ist an die „Hunnenrede" Kaiser Wilhelms II 1900 in Bremerhaven zur Verabschiedung des deutschen Kontingents einer imperialistischen Truppe aus sechs europäischen Staaten, den USA und Japan, die den chinesischen Widerstand gegen die imperialistische Intervention in China brechen sollte. Weiterhin fuhren von den Nordsee-Häfen Bremerhaven und Wilhelmshaven die Schiffe zur Unterdrückung der Bevölkerung in den deutschen Kolonien, zum Beispiel zum Völkermord gegen die Hereros und Namas in Südwest-Afrika." [Red.]