7. Februar 2017

Keine Einsparungen am schulischen Übergangssystem vornehmen

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Unter dem schulischen ‚Übergangssystem‘ versteht man alle Qualifikationsangebote für Jugendliche, die nach ihrem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz finden konnten. Darunter fallen Maßnahmen des Jobcenters sowie eine Reihe weiterer schulischer Bildungsgänge.

In diesen meist einjährigen Kursen können die Jugendlichen z.B. erste Praxiserfahrungen sammeln, Wissenslücken auffüllen oder einen höherwertigen Schulabschluss erwerben. Etwa 1.600 Bremer Jugendliche nutzen diese Angebote pro Jahr. Hinzukommen die sog. unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF), die derzeit ebenfalls meistens in Kursen des Übergangssystems unterrichtet werden.

Mit einer Großen Anfrage forderte die Fraktion DIE LINKE den Senat auf, das Übergangssystem an den Bremer Schulen und die Planung für die kommenden Jahre darzustellen.

Die Senatsantwort liegt nun vor. Demnach lassen die Zukunftsvorhaben des Senats keine Besserung des Übergangssystems erkennen, im Gegenteil: Auch hier sollen deutliche Einsparungen vorgenommen werden, der Senat spricht von bis zu 1,5 Mio. Euro im Jahr. Durch das Raster fallen dann die Jugendlichen, die schlechte schulische Leistungen hatten.

Es braucht weiterhin unbedingt ergänzende schulische Angebote, um möglichst allen Jugendlichen gute berufliche Perspektiven zu eröffnen. Die Planungen des Senats nach Kassenlage gehen an den tatsächlichen Bedarfen mal wieder weit vorbei. 

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die Senatsantwort einsehen möchten.