10. August 2018

Gegen das Lohndumping beim Billigflieger – Tarifforderungen der Pilot*innen bei Ryanair sind absolut berechtigt

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Am heutigen Freitag streiken in fünf europäischen Ländern Pilot*innen von Ryanair, um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen. Damit ist ein kleiner Meilenstein erreicht, weil Ryanair inzwischen Gewerkschaften als Interessenvertretung der Beschäftigten anerkennen muss.

Auch in Bremen werden deshalb Flüge gestrichen. Die Billigfluggesellschaft mit Hauptsitz in Irland weigert sich dagegen weiter kompromisslos, die Personalkosten anzuheben, obwohl Ryanair die Fluggesellschaft mit den niedrigsten Löhnen in Deutschland ist und im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,45 Mrd. Euro Gewinn machte.

Doris Achelwilm, Bundestagsabgeordnete aus Bremen, erklärt sich solidarisch mit den Streikenden und hält fest: „Vor zwei Wochen haben sich die Flugbegleiter*innen von Ryanair gegen die Geschäfts- und Profitpraktiken des Unternehmens gestellt, das bekanntermaßen jede Möglichkeit ausschöpft, die Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu drücken: von Leiharbeit über Befristungen und Ausgliederung in diverse Subunternehmen. Es ist gut, dass jetzt die Pilot*innen nachziehen, um gemeinsam für bessere Bedingungen bei Ryanair zu kämpfen. Ihre Forderungen nach fairen Tarifverträgen, transparenten Gehaltsstrukturen und einer Umkehr bisheriger Dumpingstrategien sind absolut berechtigt."

Achelwilm stellt klar, dass der Ball im Feld von Ryanair liegt und dass von dort nun ein ernstzunehmender Vorschlag für einen tragfähigen Tarifvertrag kommen muss. Achelwilm weiter: „Ich freue mich, dass es den streikenden Beschäftigten von Ryanair gelingt, über Ländergrenzen hinweg gemeinsam und solidarisch für ihre Rechte zu kämpfen. Ich wünsche ihnen viel Kraft und die Durchsetzung ihrer Interessen."