12. März 2017

Feminismus heißt Widerstand!

Flash is required!

Gut 600 Aktive demonstrierten am Wochenende anlässlich des Internationalen Frauentags auf einer Frauen*Kampftags-Demo für „gleiche Rechte für alle“.

Menschen, die sich nicht den Kategorien Mann* und Frau* zuordnen wollen, wie Trans*- oder Inter-Menschen werden genauso als „unnormal“ diskriminiert wie Lesben, Schwule, Bisexuelle und People of Color. Menschen erhalten immer noch bis zu 23 weniger Lohn beziehungsweise Gehalt, weil sie dem "falschen" Geschlecht angehören.

„Frauen sind nach wie vor in dieser Gesellschaft stark benachteiligt. Aktuell besteht das Problem, dass es von rechtspopulistischen Parteien-Vertreter*innen verstärkt Angriffe gibt auf Frauenrechte. Dies alles ist nicht hinnehmbar! Deshalb demonstrieren wir heute, um unsere Rechte nicht nur zu verteidigen, sondern auch weiterhin einzufordern“, begründete das Landesvorstandsmitglied der Bremer LINKEN, Stefanie Möller, das Engagement ihrer Organisation. Die Linkspartei unterstützte Bremer Frauen*Kampftag finanziell und organisatorisch.

Viele Demo-Teilnehmende haben mit verschiedenen Aktionen innerhalb des Kundgebungszuges ein deutliches Zeichen gesetzt für Frauenrechte und gegen Sexismus und Nationalismus. Die Redner*innen forderten ein Ende der patriarchalen Verhältnisse.

Auf der Abschlusskundgebung auf dem Bremer Marktplatz vor dem Haus der Bürgerschaft sprach auch die Bürgerschaftsabgeordnete der LINKEN, Sofia Leonidakis. Sie ging in ihrem Redebeitrag unter anderem auf das unterschiedliche Lohngefüge zwischen Männer und Frauen ein. „Ein Penis, weiße Haut oder hier geboren zu sein ist keine Rechtfertigung für 25 Prozent mehr Lohn! Deshalb fordern wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit- sofort!“ Sie fragte ferner, wer eigentlich die Kontrolle über die weiblichen Körper hätte. „Der Paragraf 218 muss endlich abgeschafft werden.“ Die Aussetzung einer Strafverfolgung bei Schwangerschaftsabbrüchen reiche ihrer Meinung nach nicht aus.

Anfang Februar hat der neue Chefarzt der Dannenberger Elbe-Jeetzel-Klinik vorgegeben, dass seine gynäkologische Abteilung künftig keine Abtreibungen mehr vornehmen werde. „Wenn Männer verhindern, dass Frauen uneingeschränkt frei über sich, ihr Leben oder den eigenen Körper entscheiden, dann läuft hier etwas gewaltig schief. Es sind unsere Bäuche und es ist unser Leben.“ [mh]

#FeminismusHeißtWiderstand!