9. Oktober 2018

Die 3. Option: Anträge beim Standesamt einreichen

Foto-Quelle: Facebook-Account von Maja Tegeler.

Es war ein schöner Auftakt zur bundesweiten Aktionswoche "Standesamt 2018" in Bremen, bei der viele Menschen Anträge im Standesamt Mitte abgegeben haben und anschließend sich auf den Weg machten zur Kundgebung in der Obernstraße mit solidarischen Unterstützer*innen.

Mit der Aktion Standesamt 2018 forderten in Bremen Aktive ein Gesetz zu einem selbstbestimmten positiven dritten Geschlechtseintrag bis Jahresende 2018 und knüpfen damit an die Kampagne „Dritte Option“ und den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017 an. Der Gesetzgeber ist durch jenen Beschluss verpflichtet worden, bis zum 31. Dezember einen positiven dritten Geschlechtseintrag einzurichten.

"Die Gesellschaft muss endlich begreifen, dass der Regenbogen mehr Farben als blau und rosa hat. Wir brauchen einen umfassenden Diskriminierungsschutz, Bildungsarbeit und Repräsentation nicht binäre Positionen in der Öffentlichkeit", sagte die queerpolitische Sprecherin der Bremer LINKEN, Maja Tegeler, auf der Kundgebung.

"Der Gesetzesentwurf, den Horst Seehofer und die CDU/SPD/CSU-Bundesregierung am Donnerstag im Parlament einbringen werden, ist von diesen Ansprüchen meilenweit entfernt. Es ist an der Zeit, mehr Druck zu machen; im Bundestag durch einen guten Antrag der LINKEN-Fraktion und außerparlamentarisch durch weitere Aktionen und die Abschlusskundgebung in Berlin am Samstag. Jetzt geht es erst mal weiter in Köln, Leipzig und Regensburg."

[mh]

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