8. August 2017

Anstieg von Wohngeldanträgen zeigt Ausmaß des Mietenproblems in Bremen

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Immer mehr Menschen sind trotz Erwerbsarbeit nicht in der Lage ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. In Bremen haben weit über die Hälfte aller Haushalte eine Wohnbelastungsquote von 30-50 Prozent des Haushaltseinkommens. Das Wohngeld als vorgelagertes Instrument der sozialen Sicherung soll verhindern, dass Menschen allein wegen zu hoher Wohnungskosten auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind oder aufgrund steigender Mieten gezwungen sind, ihr soziales Umfeld zu verlassen.

Die Zahl der Bremerinnen und Bremer, die Wohngeldleistungen beziehen, hat sich 2016 im Gegensatz zum Vorjahr verdoppelt. Dies ergibt die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion nach der Entwicklung der Wohngeldleistungen. Obwohl doppelt so viel Anträge eingehen, hat der Senat kein zusätzliches Personal eingestellt. In Bremen müssen die Mieter*innen, die auf den Zuschuss angewiesen sind, bis zu fünf Monate auf ihren Wohngeldbescheid warten.

Die Mietenbezuschussung kann ohnehin nur eine Teillösung sein – grundsätzlich muss stärker auf das Ziel hingearbeitet werden, guten und leistbaren Wohnraum für alle Menschen zur Verfügung zu stellen, fordert DIE LINKE.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie die komplette Senatsantwort einsehen möchten.

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