Nachdem die zweite Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Stahlindustrie ergebnislos verlaufen ist, ruft die IG Metall ihre Mitglieder auch in Bremen zu Aktionen auf. Bei ArcelorMittal Bremen wird am Donnerstag, 10. November ab 12 Uhr ein Warnstreik stattfinden. Zur Untermauerung der Forderung werden die Kolleginnen und Kollegen der Hütte gemeinsam und medienwirksam um 13 Uhr "Bremens größte "Beschäftigungsbrücke" bilden.
Kundgebungsort ist vor der Hauptverwaltung von ArcelorMittall Bremen, Carl-Benz-Str. 30 in 28237 Bremen.
Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter NRW: "Unsere Forderungen sind klar, berechtigt und wirtschaftlich vertretbar. Wir wollen 7 Prozent mehr, die unbefristete Übernahme zur Regel machen und einen besseren Altersausstieg. Doch die Arbeitgeber zögern uns ein Angebot zu machen. Die Antwort unserer Tarifkommission könnte nicht eindeutiger ausfallen: 100 Prozent für Warnstreiks. Jetzt machen wir Druck, für eine zügige und faire Lösung am Verhandlungstisch statt weitere Spiele auf Zeit."
Schon am 8. November waren Auszubildende aus Bochum, Bremen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Georgsmarienhütte, Hagen, Krefeld, Lüdenscheid, Mülheim und Siegen zur Kundgebung für die unbefristete Übernahmen zum Verhandlungsort gekommen. Am 10. November 2011 wird es besondere Warnstreikschwerpunkte im Duisburger Norden und Süden, in Salzgitter, Bochum und auch in Bremen geben.
Die IG Metall fordert die Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 7 Prozent. Für die Auszubildenden geht es um die unbefristete Übernahme, für die Älteren um einen verbesserten tariflichen Anspruch bei der Altersteilzeit. Die Laufzeit der Tarifverträge für Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen endete am 31. Oktober 2011. Seit dem 1. November 2011 besteht keine Friedenspflicht mehr. Betroffen sind rund 75.000 Beschäftigte.
(sh)