Die IG Metall hatte für Mittwoch zu einer Solidaritätsaktion am Hochofen von Arcelor Mittal aufgerufen. Die Solidarität galt den Kolleginnen und Kollegen z.B. in Lüttich (Belgien) und Florange (Frankreich), wo im Rahmen der Konzernstrategie Anlagen bzw. Werke geschlossen werden sollen. ArcelorMittal konzentriert zur Zeit europaweit seine Produktion und die Zukunftsinvestitionen auf wenige Standorte. Das Werk Bremen profitiert zur Zeit von den Plänen. "Doch das kann sich auch mal wieder ändern," so der Betriebsratssprecher Markus Bendig zu Radio Bremen. Die aktuellen Pläne des international tätigen Stahlkonzerns würden Arbeitsplätze gefährden.
Die IG Metall fordert die Einhaltung der Vereinbarungen vom Europäischen Metallarbeiterbund (EMB) und ArcelorMittal (AM) aus dem Jahre 2009.
Zentrale Forderungen sind:
"ArcelorMittal ist in der Pflicht gegenüber den Beschäftigten der europäischen Regionen. Auch wenn Bremen zur Zeit von der Konzernstrategie durch Investitionsentscheidungen profitiert, sind wir solidarisch mit den Kollegen anderer Werke", erklärt Dieter Reinken, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bremen. Und Joachim Heier, Leiter der IG Metall Vertrauensleute, ergänzt: "Auch wir mussten schon um unseren Standort kämpfen. Wir wissen: Solidarität ist unsere Stärke. Gerade jetzt in Europa."
Die Vertrauensleute versammelten sich um 13 Uhr zu einer symbolischen Aktion im Hochofenbereich.
(sh)
Bilder: IG Metall