Kraft Foods Bremen lehnt Arbeitsplatzsicherung für die Produktion ab. Gewerkschaft NGG kündigt Aktionen an. Die heutigen Tarifverhandlungen für die beiden Produktionsstätten von Kraft Foods in Bremen Hemelingen und im Holzhafen (Jacobs Kaffee und Kaffee Hag) dauerten nur 15 Minuten.
Die Geschäftsführung lehnte die Forderung der NGG-Tarifkommission nach einer Beschäftigungssicherung (Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen) strikt ab. Daraufhin erklärten die Gewerkschaftsvertreter die Verhandlung für beendet. Dazu erklärte der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, Region Bremen-Weser-Elbe, Dieter Nickel: „Immer wieder wurde uns vom Kraft Foods Management erklärt, man wolle die Arbeitsplätze sichern und dazu brauche man „moderate Tarifabschlüsse“. Nun haben wir sie beim Wort genommen, wir haben ihnen gesagt: „Ok , machen wir, aber dann wollen wir das mit den sicheren Arbeitsplätzen auch schriftlich haben.“ Und schon stellt sich heraus, wie ernst es diesem Management mit Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten ist.
Wenn der Konzern sofort nach Übernahme des britischen Süsswarenherstellers Cadbury bekannt gibt, ein Werk in England zu schließen, wenn in der Zentrale in der Langemarckstraße über 100 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, dann verlassen wir uns nicht auf Absichtserklärungen und warme Worte. Wir fordern den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis mindestens Ende 2012.“
Die Gewerkschaft NGG hat Kraft Foods aufgefordert, bis Ende nächster Woche Verhandlungsbereitschaft über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen zu erklären. Ansonsten werden die Beschäftigten mit Aktionen unterstreichen, dass sie bereit und in der Lage sind, für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.
(aus der Presseerklärung der Gewerkschaft NGG v. 11.02.10)